„Stramm gestanden!“ fuhr ihn der Wärter an.
Peter Voß schoß an die Wand und machte sich steif wie ein Ast.
„Was machen Sie denn für ein bärbeißiges Gesicht, Herr Inspektor?“ fragte Peter Voß bekümmert. „Sie müssen es mir nicht übel nehmen, daß ich Sie damals so hinterrücks überfallen habe. Das ist sonst meine Mode nicht. Aber manchmal, da weiß ich nicht recht, was ich tue. Ich habe die Sache schon furchtbar bereut.“
„Hm!“ machte der Wärter wütend. „Die Flausen kenn ich.“
Er ging, und Peter Voß begann das linke Bein und den rechten Arm zu rollen, zwölfmal vorwärts und zwölfmal rückwärts.
Ob ich das wohl zwei Jahre aushalte? dachte er dann und legte sich auf die Pritsche.
10.
Dodd und Polly waren in Berlin und warteten. Acht Tage lang hielt Polly diese quälende Ungewißheit aus, dann war sie nahe am Verzweifeln. Sie konnte sich beim besten Willen nicht auf den Ort besinnen, wo Peter Voß von seinem Onkel erzogen worden war. Sie hatte nun einmal kein Gedächtnis für geographische Namen. Dodd blieb nichts anderes übrig, als nach Hamburg zurückzufahren und von neuem die Melderegister zu wälzen.
Und das Glück wollte ihm wohl. Er fand in den Registern des Jahres 1892 einen Peter Voß, der nach Strienau in Schlesien abgemeldet worden war. Mit diesem Befund eilte er unverzüglich zu Polly zurück und teilte es ihr mit.
„Strienau!“ rief sie und schlug die Hände zusammen. „Ganz richtig. Das ist die Stadt. Sein Onkel ist da am Gericht tätig.“