Polly sah in zwei treue, etwas schalkhafte Augen, die fast genau so blickten wie die braunen Augen ihres Peter, und in die sie sich zuerst verliebt hatte. In ihrem Köpfchen begann es zu dämmern. Sie erinnerte sich plötzlich an die Szene in Hamburg. Da hatte er dasselbe behauptet. Aber sie hatte ihm nicht geglaubt, weil sie ihn für verrückt gehalten hatte.

„Du bleibst bei mir und läßt Dodd laufen!“ schlug er vor.

„Nein, nein! Dodd darf ihn nicht kriegen!“ rief sie und sprang auf. „Wir haben einen Vertrag geschlossen, aber ich traue ihm nicht.“

Und nun erzählte sie ihm, was sie mit Dodd abgemacht hatte.

„Ah!“ rief er, aufs höchste interessiert. „Das ändert freilich die Sache aus dem Grunde. Jetzt rate ich dir sogar, bei Dodd zu bleiben, ihn zu überwachen und ihn womöglich auf die falsche Spur zu lenken, wenn er einmal auf der rechten sein sollte. Nichts ist besser, als ein heimlicher Verbündeter in des Feindes Lager. Aber verstellen mußt du dich, und schlau mußt du sein, recht schlau.“

„O, das will ich schon!“ rief sie und schlug plötzlich die Hände vors Gesicht, wobei sie aufstöhnte. „O Peter, Peter, daß du mir das antun konntest!“

„Pst!“ machte der Onkel und hob warnend den Finger, indem er zum Fenster hinausluchste. „Meine Haushälterin hat feine Ohren.“

Die unverehelichte Zippel war zurückgekehrt und ging in die Küche hinüber.

In diesem Augenblick schrillte das Telephon im Hausflur. Am anderen Ende der Leitung stand Bobby Dodd. Polly horchte.

„Ich habe soeben ein Telegramm aus New York erhalten: Peter Voß, Millionendieb aus St. Louis, festgenommen!“