Polly erwiderte unbefangen seinen Blick, und Dodds Argwohn stieg. Bald darauf war der erste Akt vorüber, und die Lampen flammten wieder auf. Dodd drückte sich in die dunkelste Ecke seiner Loge und lauschte mit geschlossenen Augen auf das Gespräch der beiden. Plötzlich hörte er seinen Namen.

„Dodd?“ lachte Polly unbekümmert auf. „O dieser Narr, er soll mir nur kommen! Wie werde ich ihn an der Nase herumführen!“

Also doch! dachte Dodd und verschwand mit Beginn des zweiten Aktes lautlos, wie er gekommen war.

Im Hotel kleidete er sich wieder um und ließ sich mit der Zuchthausdirektion telephonisch in Verbindung setzen. Es war noch nicht neun Uhr, und da er sich als der Absender des New-Yorker Telegramms zu erkennen gab, wurde er vorgelassen.

Er legitimierte sich, und der Direktor hieß ihn höflich willkommen.

„Sie wollen sich nach Emil Popel erkundigen?“ fragte er ihn.

„Nicht nach diesem Manne,“ erwiderte Dodd, „sondern nach dem, der für ihn die Strafe absitzt.“

„Unmöglich!“ fuhr der Direktor auf.

„Bitte sehr!“ beruhigte ihn Dodd. „Es ist eine Vermutung von mir. Sie haben ihn doch sicher bei seiner Einlieferung gemessen und rubriziert.“

„Und photographiert!“ setzte der Direktor hinzu. „Das heißt, erst bei seiner zweiten Einlieferung. Bei seiner Ueberführung aus dem Untersuchungsgefängnis war der photographische Apparat defekt.“