„Na also!“ rief der Direktor. „Daher die Verwechslung mit dem Landgerichtsrat.“
„Sie halten Peter Voß doch für Emil Popel!“ warf Dodd ein.
„Nein! Ja!“ rief der Direktor, dem die Sache nun doch zu bunt wurde. „Das Ganze ist nichts anderes als eine amerikanische Phantasterei.“
Dodd erhob sich. Er hatte kein Interesse mehr daran, den Direktor eines Besseren zu überzeugen. Peter Voß war nicht mehr im Zuchthaus, also mußte er irgendwo anders gefaßt werden, falls die Millionen nicht bei dem Landgerichtsrat lagen.
Es galt jetzt, das Versteck zu finden, ohne daß die beiden Komplicen Argwohn schöpften.
Er fuhr ins Hotel zurück und entnahm dem einen seiner Koffer eine geflickte, blaue Arbeitsbluse, ein Paar teerfleckige Hosen, eine schmierige Mütze und machte sich im Gesicht und an den Händen einige Schmutzflecke. Dann steckte er in die Brusttasche ein Bund Nachschlüssel und in die Hosentasche Rohrzange, Meißel und Feilen, und der Gasarbeiter als Einbrecher war fertig.
In diesem Aufzuge begab er sich auf die Feldstraße und untersuchte eingehend die ersten drei Gaslaternen von der Ecke an gerechnet. Die dritte stand vor dem 25. Hause. Nach einer halben Stunde traten der Landgerichtsrat und Polly heraus, offenbar angelockt von dem strahlenden Wetter. Dem Onkel hatte der gestrige Baldriantee so gut getan, daß er weder im Bett noch im Zimmer zu halten war, sondern durchaus seinen Spaziergang machen wollte.
Kaum waren sie um die Ecke, begehrte der vermeintliche Gasarbeiter Einlaß. Die unverehelichte Martha Zippel öffnete, aber die Sicherheitskette löste sie vorerst nicht.
„Ich muß die Gasleitungen untersuchen!“ sagte Dodd mürrisch und fuhr sich mit den Teerfingern ins Gesicht, als wenn er sich schneuzen müßte.
„Bei uns ist alles in Ordnung!“ erwiderte die Haushälterin und wollte die Tür zuschlagen.