„Ich auch!“ erwiderte Dodd und setzte seine Toilette fort. „Falls ich ihn erwische, werde ich dafür Sorge tragen, daß Ihnen die Belohnung von 2000 Dollar ausgezahlt wird.“

Martha Zippel verdrehte die Augen und verabschiedete sich mit einem tiefen, dankbaren Knicks. Dodd schaute nach der Uhr, klingelte dem Kellner, bezahlte die Rechnung, gab Befehl, sein Gepäck an den Berliner Zug zu befördern, klebte das zerrissene Telegramm sorgfältig zusammen, steckte es ein und verwandelte sich wieder in den alten Theaterherrn.

Eine Stunde später stieg er in die Droschke, um zum Bahnhof zu fahren. Der Portier griff verwundert an das Mützenschild. Den Gast sah er zum ersten Male.

Polly und der Landgerichtsrat standen schon auf dem Perron und warteten. Dodd hielt sich in respektvoller Entfernung.

Sein Herz fing wieder Feuer. Frisch und rosig glänzten Pollys Wangen. Ihre Augen leuchteten. Aufgeregt schwatzte sie mit dem Onkel.

„Und das alles um einen infamen Millionendieb!“ knirschte Dodd und ballte die Faust in der Tasche seines Ueberziehers, wo die blanke Stahlfessel leise klirrte, bereit zum sofortigen Gebrauch.

Brausend schoß der Eilzug heran, und pustend rollte er nach einem Aufenthalt von einer Minute davon. Polly ließ ihr Taschentuch flattern, und der Onkel schwenkte den Hut.

Dodd aber vertiefte sich in die Geheimschrift des Telegramms. Da sich Peter Voß bei der Niederschrift des alten Schlüssels bedient hatte, war das Entziffern nicht schwer.

Zimmer 200-240? las er mit einiger Verwunderung. Er logiert also bereits in einem dieser Zimmer. Das vereinfacht die Sache wesentlich.

Im Speisewagen ließ sich Polly nicht blicken. Erst in Berlin bekam er sie wieder zu Gesicht. Auf dem Bahnhof Friedrichstraße stieg sie aus und fuhr im Automobil zum Hotel Esplanade.