„Xaver Tielemann ist mein Name!“ erwiderte er mit einem Bückling. „Und wenn das gnädige Fräulein wieder so nett zu mir sein will, dann komme ich heut abend wieder. Aber nichts verraten!“

Er legte den Finger auf den Mund und war draußen. Polly sank auf einen Stuhl und schaute wie geistesabwesend in den Spiegel.

„O Peter, Peter!“ seufzte sie halb glücklich, halb unglücklich. „Was bist du doch für ein schrecklicher Mensch!“

Als Xaver Tielemann wieder mit seinem Fahrstuhl im Hausflur war, bekam er von dem Portier einen gehörigen Rüffel. Ein ganzer Berg Koffer wartete schon auf ihn. Mit hurtigen Griffen schleppte er sie zum Fahrstuhl. Der Portier hatte auf jedes Gepäckstück die Zimmernummer mit Kreide geschrieben.

„Wohin soll das?“ fragte der Hausdiener und wies auf die letzten beiden Koffer und eine größere Tasche, die etwas abseits standen.

„Ist noch nicht bestimmt!“ erwiderte der Portier und drehte sich um.

Strienau! las Peter Voß mit steigendem Argwohn auf dem Bahnzettel dieser drei Gepäckstücke. Sollte das Dodd sein?

Und sofort verschwand er mit der Tasche im Gepäckfahrstuhl. Leise zog er die Tür zu und drehte den Hebel. In der dritten Etage hielt er an. Hier konnte ihn keiner überraschen. Die Tasche trug am Schloßbügel den Namen einer großen Kofferfirma in St. Louis. Da verging Peter Voß der letzte Zweifel. Er stieg aus und holte sich aus dem Dienstzimmer einen Draht. Den bog er so lange in dem Schloß herum, bis der Riegel zurückschnappte. Das erste, was ihm in die Finger kam, war seine Brieftasche.

Schon wollte er sie in seine Tasche stecken. Da stutzte er plötzlich. Bemerkte Dodd den Verlust, mußte sein Verdacht sofort auf den Hausdiener fallen.

Unter dieser Bedingung hätte Peter Voß sofort das Weite suchen müssen. Aber das wollte er schon um Pollys willen nicht. Die 4000 Dollar liefen ihm nicht fort. Rasch legte er die Brieftasche an den Ort zurück, wo er sie gefunden hatte, da klirrte etwas. Eine feine, elegante Stahlfessel mit zwei Handschellen. Er zog sie heraus. Das Ding konnte ihm sehr unangenehm werden.