Während der Beamte sich mit der großen Automobilfabrik von William Webster & Son verbinden ließ, durchsuchte Dodd den Schreibtisch Peter Voßens. Und wie konnte Dodd suchen! Es war ein Vergnügen, ihm zuzusehen. Plötzlich leuchteten seine Augen auf. Er hatte einen deutschen Militärpaß gefunden, der das genaue Signalement des Flüchtlings enthielt. Schnell warf er einige Zeilen auf ein Papier und drückte es nebst dem Paß dem Polizisten in die Hand.

„Das ist der Steckbrief. Schnell fort damit. Die Photographie hat keinen Zweck. Sie verwirrt nur. Er hat sich sicher den Bart abnehmen lassen. Und ja nicht vergessen, nach Cincinnati zu telegraphieren.“

Der Beamte verschwand, Dodd suchte weiter. Besonders die Löschblätter der Schreibmappe und den Papierkorb durchstöberte er mit staunenswerter Sachkenntnis und Geschwindigkeit. Aber er fand keinen Fingerabdruck.

Auch gut! dachte er, gab das Suchen auf und schritt nachdenklich im Zimmer auf und ab.

Er fühlte nur den Beruf in sich, die zwei Millionen wieder herbeizuschaffen, und zwar möglichst ohne Mrs. Voß zu kränken, die einen tiefen Eindruck auf ihn gemacht hatte. Doch nicht nur sein Mitleid mit ihr, auch sein Gerechtigkeitsgefühl sträubte sich dagegen, Peter Voß wie einen gemeinen Verbrecher zu behandeln. Ein Mann, der von einem solch entzückenden, unschuldigen Wesen geliebt wurde, war kein gewöhnlicher Defraudant, ein solcher Mann konnte den Diebstahl wirklich nur in einem Anfalle von geistiger Störung begangen haben. Außerdem hatte Dodd als Privatdetektiv den brennenden Ehrgeiz, auf eigene Faust, möglichst ohne die Mitwirkung der öffentlichen Organe, seine Aufgaben zu lösen.

Das war auch letzten Endes der Grund gewesen, warum er dem öffentlichen Sicherheitsdienst den Rücken gewandt hatte. Für ihn kam die Polizei nur noch als Ermittelungsinstrument in Betracht.

Der Fall Peter Voß lag sonnenklar. Er hatte sich in das gelbe Automobil 1177 gesetzt. Dieses Auto war in Louisville gesehen worden.

Da trat der andere Polizeibeamte herein und berichtete von den weiteren Nachforschungen, die man inzwischen in Louisville angestellt hatte.

„Der Mann ist um sieben Uhr vor dem Bristol-Hotel abgestiegen. Er hatte einen dunkelblonden Vollbart.“

Dodd lächelte. Welch ein Stümper von Defraudant! Dieser Peter Voß konnte unmöglich normal sein.