„Wo hatte er die Handtasche?“ forschte er.

„Eine Handtasche hatte er gar nicht bei sich. Er machte ein sehr vergnügtes Gesicht und trank Champagner. Beim Wirt erkundigte er sich nach dem Weg nach Cincinnati.“

„Ich habe schon Anweisung gegeben, nach Cincinnati zu telegraphieren!“ sprach Dodd ruhig. „Das Auto soll beobachtet, aber nicht angehalten werden. Wir haben es mit einem Geisteskranken zu tun. Er hat das Geld offenbar versteckt, darum darf er nicht verhaftet werden. Wie leicht kann er bei der Verhaftung seinen Verstand völlig verlieren, und dann sind die zwei Millionen unauffindbar. Oder der Schlag kann ihn treffen. Was noch schlimmer wäre! Die Sache muß mit der allergrößten Vorsicht angefaßt werden.“

Auch der zweite Beamte verschwand, indem er seinen großen Kollegen uneingeschränkt bewunderte.

„Sind Sie fertig?“ fragte Dodd höflich an der Tür, die ins Ankleidezimmer führte.

„Ich komme sofort!“ rief Polly zurück.

Armes Kind! dachte Dodd und sah sich wieder der Photographie des Defraudanten gegenüber.

Peter Voß war ein Verrückter. Er trug noch den Vollbart. Der Steckbrief durfte nicht ohne das Bild hinausgehen. Dodd griff danach und sprang zum Fenster. Der Beamte war fort. Dafür sauste jetzt ein großes Automobil mit zwei Chauffeuren um die Ecke. Ein kleinerer Wagen hielt eben vor der Tür. Dodd sah den Inhaber der Firma Stockes & Yarker aussteigen und ins Haus treten. Gleich darauf stand er Dodd gegenüber.

„Sie sind noch hier?“ fragte Jim Stockes ganz verdutzt.

„Sie kommen wie gerufen!“ rief Dodd und drückte ihm die Photographie in die Hand. „Bringen Sie das Bild sofort auf die Polizeioffice, damit der Steckbrief nicht ohne Klischee hinausgeht. Die ersten dreitausend Exemplare sollen expreß nach New York geschickt werden.“