„Das ist nicht mein Mann!“ rief Polly. „Ich kenne ihn nicht.“

„Ich bin der Student Iwan Basarow!“ behauptete Peter Voß mit eiserner Stirn und pochte auf seinen Paß. „Ich bin niemals in Amerika gewesen, deshalb kann ich dort auch keine Millionen gestohlen haben. Und die schöne Dame kenne ich auch nicht und bedauere lebhaft, daß sie nicht meine Frau ist.“

Der Polizeileutnant schien derselben Meinung zu sein, strich sich herausfordernd den Schnurrbart und sah Polly an wie der Fuchs die reifen Trauben. Und da sie eine Amerikanerin war, ließ sie sich das gern gefallen.

Daraufhin wurde das Protokoll geschlossen und Peter Voß festgehalten. Als er ins Untersuchungsgefängnis abgeführt wurde, blickte ihm Polly so teilnahmslos nach, als sei er wirklich niemand anders als der Student Iwan Basarow, den sie zum ersten Male in ihrem Leben sah.

Sie ließ sich von Dodd ins Hotel bringen, wo er sich von ihr beurlaubte. Mit Peter Voßens Photographie und seinem Fingerabdruck bewaffnet, fand er sich wieder bei der Polizei ein. Aber er merkte bald, daß er in Rußland war. Für den Polizeileutnant, der die Untersuchung führte und der das Pulver nicht erfunden hatte, war ein Fingerabdruck noch lange kein Beweis, und eine Photographie, die nicht einmal stimmte, erst recht nicht.

Dodd sah ein, daß er nur etwas ausrichten konnte, wenn es ihm gelang, Polly umzustimmen.

Allein sie war sehr hartnäckig und lehnte alles ab.

Peter Voß aber saß wieder einmal in einer sicheren Zelle. Seine Brieftasche hatte man ihm gelassen. Und er nahm einen Fünfrubelschein heraus und drückte ihn dem Wärter wortlos in die Hand. Dieser Mann ließ sich gern bestechen und besah sich draußen den Schein im Lichte seiner Laterne.

Der Kerl ist eine goldne Kuh! dachte er vergnüglich schmunzelnd. Und ich werde ihn melken!

Peter Voß opferte noch einen Schein. Als aber der Wärter noch immer keine Anstalten machte, ihn herauszulassen, knöpfte er seine Tasche zu.