Siebenunddreißigmal hatte er den Haufen hin und her geschoben, und noch immer zeigte der Delinquent zum Aerger des Direktors keine Spur einer geistigen oder körperlichen Anomalie.
„Warte nur, Bürschchen!“ knurrte er hinter dem Fenster seines Bureaus, von wo er die ordnungsgemäße Ausübung seiner Methode überwachte. „Warte nur, ich will dich schon mürbe kriegen! Beim tausendsten Mal rennst du sicher mit dem Schädel gegen die Wand!“
Und Peter Voß karrte unverdrossen weiter. Beim fünfzigsten Male kam ihm die Arbeit bereits ziemlich einförmig vor.
Dodd stattete dem Direktor hin und wieder einen Besuch ab und brachte ihm jedesmal ein paar Flaschen Wodka mit.
„Es geht los!“ rief er eines Tages und zog Dodd zum Fenster. „Sehen Sie, er arbeitet schon bedeutend schneller. Diese ungewöhnliche Hast ist das erste Symptom der geistigen Verwirrung. Jetzt geht es mit Riesenschritten vorwärts, das heißt abwärts mit ihm. Heut abend hat er sicher den ersten Tobsuchtsanfall.“
Dodd krauste die Stirn. Zuerst hatte er über die Methode gelächelt. Aber nun begann er einzusehen, daß sie, unablässig fortgesetzt, schließlich doch die gewünschte Wirkung erzielen konnte. Ein tobsüchtiger Millionendieb paßte durchaus nicht in sein Programm. Außerdem hatte Peter Voß, nach seinen bisherigen Taten zu urteilen, unbedingt Anlage zum Irrsinn. Und Dodd rückte daher mit der Wahrheit heraus.
„Dieser Iwan Basarow ist der Millionendieb Peter Voß aus St. Louis!“ erklärte er dem Direktor.
„Ich weiß!“ erwiderte der seelensvergnügt und goß ein Glas Wodka hinter die Binde. „Mein Freund aus Wladiwostok hat mir alles geschrieben. Sie sind ein Nihilist, der Geld hat. Wieviel wollen Sie für Ihren Freund geben?“
„Wieviel wollen Sie haben?“ fragte Dodd zurück, ohne den Irrtum richtigzustellen.
„100 000 Rubel!“ versetzte der Direktor gemütlich.