„Viel Geld!“ meinte Dodd verstimmt. „Aber ich werde versuchen, es herbeizuschaffen. Die Hälfte sofort, die andere Hälfte, sobald der Mann sicher auf dem Schiff ist.“

„Bringen Sie nur erst die eine Hälfte!“ rief der Direktor und trank noch ein Glas Wodka.

„Nun wohl!“ rief Dodd nach einigem Ueberlegen. „Vorher aber muß ich mit dem Mann eine Unterredung haben.“

„Wozu?“ fragte der Direktor mit argwöhnisch hochgezogenen Brauen. „Ich sehe es ungern, daß die Methode eine Unterbrechung erfährt.“

„Sie halten mich für einen Nihilisten!“ versetzte Dodd ruhig. „Ich bin es ebensowenig, wie jener Mann da unten Iwan Basarow ist. Lassen Sie mich zu ihm hinunter. Ich hoffe, er wird schon mürbe genug sein, um den Versteck der gestohlenen Millionen zu verraten.“

„Haha!“ lachte der Direktor laut auf. „Sie sind ein sonderbarer Kauz. Dieser Mann soll zwei Millionen gestohlen haben? Das wollen Sie mir weismachen? Wäre er dann hier? Wäre er hier, wenn er nicht Iwan Basarow wäre? Er behauptet selbst, es zu sein. Soll ich Ihnen mehr glauben als ihm? Sobald ich die ersten 50 000 Rubel habe, dürfen Sie mit ihm sprechen, eher nicht.“

Dodd kehrte nach Dui zurück und beriet sich mit Polly, die mit der Bestechungsaktion durchaus einverstanden war. Jim Stockes mußte das Geld geben. Das Schwierige war, ihn über die unbedingte Notwendigkeit dieser großen Summe und ihre Verwendungsart aufzuklären, ohne daß die russischen Telegraphenbeamten Argwohn schöpften. Dodd zerbrach sich vergeblich den Kopf.

„Geben Sie her!“ sagte Polly, nahm ihm die Feder aus der Hand und schrieb: „Stockes & Yarker, St. Louis, United States. Sofort 50 000 Dollar. Polly Voß.“

„Das soll genügen?“ rief er erstaunt.

„Ich hoffe!“ lächelte sie. „Wir können es ja versuchen.“