„Die zweiten 50 000 Rubel erhalten Sie am dritten Tage nach der Auslieferung!“ versetzte Dodd ruhig. „Sie verstehen, wenn ich mir den Rücken decke. Die Dame, die mich begleitet, wird sie Ihnen auszahlen. Sie wird erst mit dem nächsten Dampfer abreisen.“

Aber er gedachte sich den Rücken noch weiter zu decken, indem er mit Peter Voß nicht nach Dui hinunter, sondern schnurstracks über die japanische Grenze kutschieren wollte. In Japan durfte er hoffen, als amerikanischer Detektiv, nicht aber als Nihilist anerkannt zu werden.

Der Direktor zeigte sich mit allem einverstanden und erbot sich endlich, den vermeintlichen Millionendieb heraufrufen zu lassen.

„O!“ rief Dodd und sprang auf. „Sie wollen die Methode unterbrechen? Das wäre sehr schade. Ich müßte dann noch länger warten. Erlauben Sie, daß ich mich zu ihm hinunterbegebe, um festzustellen, wie weit er schon ist.“

Bald darauf trat Dodd zu Peter Voß, der bei jedem Spatenstich einen Fluch ausstieß.

„Das ist ja rein zum Verrücktwerden!“ stöhnte er auf englisch, als er Dodd bemerkte, und schob mit hochgetürmter Karre ab.

„Peter Voß!“ rief Dodd und stellte sich ihm in den Weg. „Wo haben Sie die Millionen versteckt?“

„Millionen?“ erwiderte Peter Voß auf englisch und setzte sich gemütlich auf die Karre. „Ich vermute sie in diesem Misthaufen, deshalb wühle ich ihn um und um. Und ich finde sie sicher, wenn ich nicht vorher verrückt werde.“

„Das ist auch der Zweck dieser Arbeit!“ klärte ihn Dodd auf. „Der Direktor hat diese Methode ersonnen, um unbequeme und gefährliche Sträflinge dem Narrenhaus überliefern zu können.“

„So ein Satansbraten!“ versetzte Peter Voß, ohne seine Miene zu verändern, denn er sah, daß der Direktor oben am Fenster stand und die Szene beobachtete. „Ich habe es längst geahnt. Jedenfalls bin ich Ihnen sehr dankbar dafür, daß Sie mich auf diese Gefahr aufmerksam machen.“