„Hm!“ knurrte der Direktor, erwog den Plan und fand ihn annehmbar. „Das ist eine gute Idee. Wird dein Freund damit einverstanden sein?“
„Kaum!“ wagte Peter Voß zu zweifeln. „Aber er wird gar nicht gefragt. Unser Solidaritätsgefühl verlangt es. Wenn er nicht imstande ist, die 50 000 Rubel loszueisen, mir ist es eine Kleinigkeit. Ich bin der Sekretär des Pariser Komitees, während er nur einen kleinen Posten in New York vertritt. Ich wundere mich überhaupt, daß man einen so unbedeutenden Menschen für diese Mission ausgewählt hat. Er kann ja nicht einmal ordentlich Russisch. Er ist ein Idiot. Lassen Sie ihn Mist karren, bis ich wiederkomme.“
„Ich will es mir überlegen!“ versetzte der Direktor nach einer Pause angestrengtesten Nachdenkens.
Peter Voß kehrte zu seiner Beschäftigung zurück und schaufelte den längst zu Staub zermahlenen Misthaufen in die andere Ecke hinüber.
Bobby Dodd aber saß in Dui und feilte auf Teufel komm heraus, er feilte Schlüssel. Die Wachsabdrücke hatte er sich von den Universalschlüsseln, die in dem Bureau des Direktors hingen, genommen. Darin übertraf Dodd den fingerfertigsten Einbrecher.
Und er brachte die Schlüssel zustande, einen großen, der das äußere Tor, einen mittleren, der die Zellen, und einen kleinen, der die Fesseln öffnete. Alle drei verband er durch einen Schlüsselring. Auf dem Ringe gravierte er den Namen Polly ein.
Gegen Abend begab er sich nach Petrokowskji hinauf. Der Wärter, der das Tor öffnete, empfing ihn mit einem vergnügten Schmunzeln, das Dodd mit einem Trinkgeld belohnte.
Peter Voß hatte sein Tagewerk beendet und löffelte in der Zelle seine Suppe. Dodd ging dicht an dem Misthaufen vorbei und ließ unversehens die drei Schlüssel fallen, die sich kraft ihrer Schwere tief in den Staub einbohrten.
Im Bureau des Direktors wurde er von drei handfesten Wärtern gepackt, trotz seines Protestes gefesselt und in eine leere Zelle gesteckt.
„Ich bin amerikanischer Bürger!“ schrie er.