„Du bist ein russischer Nihilist, mein Söhnchen!“ klärte ihn der Direktor freundlich auf. „Mach kein Geschrei, sonst kriegst du die Knute. Und morgen wirst du für deinen Freund Mist karren, bis er die anderen 50 000 Rubel bringt.“
Bobby Dodd stand da wie eine Bildsäule.
Peter Voß wurde seiner Ketten entledigt. Vergnügt rieb er sich die Handgelenke. Er bekam Dodds Kleider, und sie paßten ihm auch. Nur die Hosen waren ihm etwas zu kurz. In der hinteren Tasche fand sich etwas Kleingeld, das dem Direktor entgangen war.
„Beeil dich, Iwan Basarow!“ rief der Direktor und bot ihm sogar einen Wodka an. „Mach, daß du wiederkommst.“
„Wiederkommen?“ meinte Peter Voß und machte ein sehr kritisches Gesicht. „Ich werde Euch die 50 000 Rubel lieber schicken. Es ist sicherer. Denn am Ende sperrt Ihr mich wieder ein und laßt meinen Freund laufen, damit er mich auslöst. Das gäbe eine Schraube ohne Ende.“
„Du bist ein ganz durchtriebener Bursche!“ erwiderte der Direktor und opferte noch einen Wodka.
Abends um zehn Uhr verließ Peter Voß das Gefängnistor, dem Wärter, der ihm öffnete, gab er zehn Rubel aus Dodds Tasche.
Dann blieb er mitten auf der Straße stehen und überlegte. Polly war in Dui. Seine Sehnsucht nach ihr war geradezu überwältigend. Aber er bezwang sich und schlug sich südwärts auf die japanische Grenze zu.
Am nächsten Morgen wurde Dodd in Ketten zum Misthaufen geführt, um Peter Voßens Arbeit da aufzunehmen, wo er sie liegen gelassen hatte.
Schon beim dritten Spatenstich traf er auf die drei Universalschlüssel. Aber er nahm sie nicht auf, denn der Wärter stand zu nahe. Dodd arbeitete mit einer wahren Wut.