Und schon liefen ihm ein paar dicke Krokodilstränen über die schmutzigen Wangen.
„Also besoffen warst du, du Schwein!“ schnauzte der Kapitän, schon weniger wütend. „Marsch, in den Heizraum mit dir!“
Der erste Maschinist übergab ihn dem zweiten Maschinisten, der Peter Voß vor das mittelste Kesselfeuer stellte, wo es am heißesten war.
He! dachte er, nahm den Twistlappen in die Hand und fuhr mit dem Schürhaken in die höllische Glut. Mich kannst du nicht meinen! Ich fürcht mich noch lange nicht!
Sie liefen noch etliche Zwischenhäfen an. Als er nach dem Namen gefragt wurde, gab er an, Franz Lehmann zu heißen. Es gefiel ihm sehr gut zwischen seinen neuen Kollegen. Das Trimmen besorgten chinesische Kulis. Er fühlte sich als doppelter Millionendieb zwischen den Feuertüren dieses Ozeandampfers vollständig sicher.
Der zweite Maschinist bezeigte ihm des öftern seine vollste Zufriedenheit und schenkte ihm sogar einen alten, abgelegten Anzug.
„Es ist hier viel schöner als auf der ‚City of Bristol‘!“ sagte er eines Tages zu ihm. „Ich hätte schon Lust, hier an Bord zu bleiben.“
„Wir wollen mal sehen, was sich machen läßt!“ meinte der Maschinist gutmütig und ging, die Manometer und die Wasserstandsgläser zu kontrollieren.
18.
Als Peter Voß in Jokohama ankam, pumpte er seine Kollegen im Heizraum um ein paar Jen an und ging in dem abgelegten Anzug des zweiten Maschinisten auf die Suche nach der „City of Bristol“ in der festen Hoffnung, daß sie noch nicht angekommen oder schon wieder abgefahren sei. Das letztere wäre ihm natürlich viel lieber gewesen.