Aus dem Chauffeur des gelben Autos war nichts herauszufragen. Er hatte bis zum letzten Augenblick einen lebendigen Reisenden zu fahren geglaubt. Um drei Uhr nachts war der Passagier in Grafton eingestiegen, und in der ganzen Zeit hatte der Wagen nicht ein einziges Mal gehalten.
„Zurück nach Cumberland!“ befahl Dodd seinen Chauffeuren.
„Mein Geld!“ schrie der gelbe Chauffeur und ballte die Fäuste hinterdrein.
3.
Den lärmenden Broadway in New York spazierte ein Mann entlang, der in einen gelben Staubmantel gehüllt war und auf dem grauen, kurzgeschnittenen Haar eine gelbe Mütze mit Automobilbrille trug. Sein Gesicht war bartlos.
Es war niemand anders als Peter Voß, der Millionendieb aus St. Louis.
Er war kurz nach Cumberland bei einer scharfen Steigung aus dem gelben Automobil gesprungen, war in die Stadt zurückgekehrt, hatte sich bei dem ersten Barbier den Bart abnehmen, bei dem zweiten das Haar stutzen, bei dem dritten mit einer kräftigen Höllensteinlösung grau färben lassen, hatte sich in einem Modemagazin mit Staubmantel und Mütze kostümiert und war mit dem Expreßzug ohne Unfall nach New York gelangt.
Jetzt ging er über den Broadway, um nach Hoboken überzusetzen, wo er ein geeignetes Schiff für die Ueberfahrt nach Hamburg suchen wollte. Denn die Passage zu bezahlen, dazu hatte er nicht die geringste Lust.
Plötzlich blieb er vor einer Anschlagsäule stehen, von der ein gelbes Plakat herunterleuchtete. Da hing sein eigener Steckbrief. Schmunzelnd las er ihn und betrachtete mit innigem Vergnügen seine bärtige Photographie, die es in Lebensgröße verzierte.
Zweitausend Dollar Belohnung! stand in fetten Buchstaben darüber.