Polly rang nach Atem.
„Diese Verhaftung darf aber erst vor sich gehen, wenn der ‚King Edward‘ auf hoher See ist. Dodd wird sicher erst im letzten Augenblick ankommen, dann mußt du ihn sofort in Empfang nehmen und ihn in deiner Kabine festhalten. Flirte mit ihm, mach ihm Hoffnungen, verdrehe ihm den Kopf; sage, daß du entschlossen bist, dich von mir scheiden zu lassen; jedenfalls halte ihn fest. Laß dir von ihm eine neue Liebeserklärung machen. Setz meinethalben schon den Termin der Verlobung fest, nur laß ihn nicht heraus. Traust du dir das zu?“
„O Peter!“ seufzte sie kraftlos. „Es ist furchtbar.“
„Wenn du es dir nicht zutraust,“ sprach er stirnrunzelnd, „dann muß der Trimmer Ralph Smithson allein nach San Franzisko fahren, während du das zweifelhafte Vergnügen hast, mit dem echten Bobby Dodd nach Valparaiso zu gondeln.“
„Aber wie willst du ihn denn verhaften?“
„Ich verhafte ihn einfach als Millionendieb Peter Voß,“ versetzte er kühl, „indem ich mich dem Kapitän gegenüber als Bobby Dodd legitimiere. Er wird doch nicht alle Legitimationspapiere mit nach Honolulu hinübernehmen. Und die er mitnimmt, erkläre ich für gefälscht.“
„Aber wenn er drüben den Kapitän des ‚King Edward‘ trifft,“ warf sie ein, „oder irgendeinen Mann der Besatzung?“
„Macht nichts!“ wies er den Einwurf zurück. „Er hat sie eben hinters Licht geführt, bis ich ihn entlarve.“
„Aber wenn nun ein Passagier an Bord des ‚King Edward‘ ist, der Bobby Dodd persönlich kennt?“
„Den brandmarke ich als Komplicen!“ sprach er mit einer abfertigenden Handbewegung. „All diese Einwürfe sind hinfällig vor der Schlagkraft meines Beweises. Denn du, liebe Polly, wirst ihn nämlich als deinen Mann identifizieren müssen. Ich erlaube dir sogar, daß du ihm vor versammeltem Tribunal einen Kuß gibst, aber nur einen Theaterkuß. Das mache ich mir aus!“