Kraftlos sank sie gegen die Lehne des Sofas, Peter Voß drückte sich hinaus, nachdem er sich vergewissert hatte, daß die Luft rein war. Fünf Minuten später schleppte er schon als Ralph Smithson den ersten vollen Kohlenkorb aus dem Bunker.
Die „Klondyke“ kam abends um acht Uhr in Honolulu an und hatte es fast noch eiliger als der „King Edward“, der schon seit vierundzwanzig Stunden auf sie wartete. Dodd fuhr sofort an Land, ohne sich weiter um sein Gepäck zu kümmern. Die „Klondyke“ hatte noch die halbe Nacht zu kohlen, ehe sie weitergehen konnte.
Polly nahm die Gelegenheit wahr, ließ ihr und Dodds Gepäck ausbooten und begab sich auf der Dampfbarkasse des Schiffsagenten an Bord des „King Edward“. Sie waren die einzigen beiden Passagiere, die von der „Klondyke“ gemeldet waren. Sie wurde am Fallreep von dem Kapitän Flintwell, einem alten Seebären, der nicht gerade bester Laune war, in Empfang genommen.
„Wo ist der Mann, der zu der Lady gehört?“ brüllte er über Bord in die Agenturbarkasse hinein.
„Ihr müßt warten!“ kam’s von unten herauf. „Es ist ein Detektiv, der einen Millionendieb sucht.“
„Darauf kann ich nicht warten!“ schrie der Kapitän zurück. „In einer halben Stunde gehe ich in See. Ganz gleich, ob er an Bord ist oder nicht!“
„Warten Sie, Mr. Flintwell!“ sprach Polly und sah ihn bittend an.
Da knurrte er eine Entschuldigung und zog sich zurück. Polly belegte zwei Kabinen und beaufsichtigte das Verteilen der Koffer. Dann ging sie wieder an Deck, um Dodd sofort abzufangen, und stellte sich neben das schlecht beleuchtete Fallreep, das von einem Matrosen bewacht wurde.
Ihr Herz pochte zum Zerspringen.
„Halloh!“ rief da einer von unten. „Noch eine Kiste von der ‚Klondyke‘.“