Er setzte über den Hudson und schlenderte gemächlich, wie ein stellungsloser Seemann, die Docks von Hoboken entlang. Bei jedem Eingang standen doppelte Schutzmannsposten. Beim Dock der Hamburg-Amerika-Linie blieb er stehen und las die Schiffsliste. Morgen früh ging die „Pennsylvania“ in See. Da lag der große, breite, sichere Kasten, auf dem er schon einmal eine Reise als Matrose gemacht hatte.

Das wär schon was! dachte er, wobei sein Blick wie von ungefähr auf ein gelbes Plakat fiel.

Auch hier klebte sein Steckbrief mit dem alten Signalement. Es dauerte aber gar nicht lange, da kam ein radelnder Schutzmann und klebte den roten Verbesserungszettel darüber.

Die beiden Polizisten, die den Eingang bewachten, machten sich sofort an das Studium des neuen Signalements, ohne darüber den Eingang aus dem Auge zu lassen. Wer hineinwollte, wurde angehalten und mußte ohne Gnade zurück, wenn er sich nicht ausweisen konnte.

Ueber Peter Voß, der ihnen gegenüber Aufstellung genommen hatte und so tat, als wenn er auf einen Bekannten wartete, machten sie zwischendurch schlechte Witze. Die Röte seiner Haare war auch direkt polizeiwidrig.

Peter Voß schwankte schon, ob er sich diese angeregte Stimmung der beiden Ordnungswächter zunutze machen sollte, um durchzuschlüpfen.

Da hielt plötzlich vor dem Eingang ein kleiner Lastwagen, auf dem ein ungewöhnlich langer Koffer lag. „Passagierstück für die Pennsylvania nach London Metropol Varieté“ stand auf dem Ticket. Noch größer waren die Buchstaben:

VORSICHT! GLAS! NICHT STUERZEN!

die auf allen vier Seiten und auf dem Deckel der Kiste prangten.

Wenn ich nur in dieser Kiste läge! dachte Peter Voß und betrachtete sie liebevoll von allen Seiten.