„Aha!“ sagte Michel Mohr. „Die beiden Polizisten vor dem Dock passen wohl auf dich?“

„Jedenfalls!“ erwiderte Peter Voß. „Durchs Tor komme ich nicht, ohne angehalten zu werden.“

„Brauchst du auch nicht,“ sagte Michel Mohr treuherzig. „Ich hol dich mit der Jolle vom Zollponton.“

„Das ist eine gute Idee!“ sagte Peter Voß vergnügt. „Dafür geb ich dir eine Million, wenn wir glücklich drüben sind.“

„Nein!“ sagte Michel Mohr ganz entschieden. „Ich nehm nichts. Ich will ein ehrlicher Kerl bleiben.“

„Das ist brav von dir!“ lächelte Peter Voß und klopfte ihm leutselig auf die Schulter.

Gegen elf Uhr, als schon alles schlief, stieg Peter Voß hinter Michel Mohr von der Wasserseite her auf der Lotsenleiter an Bord. Die Zöllner saßen friedlich im Rauchsalon.

Moritz Pietje, der Hollandschmann aber, der die Wache hatte, schlief diesmal merkwürdigerweise nicht und nahm mit Verwunderung wahr, daß der Bootsmann einen rothaarigen Gast mitbrachte, und noch dazu über die Lotsenleiter.

Michel Mohr schnauzte Moritz Pietje an, daß er fast auf den Rücken fiel. Dann ging er mit Peter Voß voraus, wo die Mannschaftsräume lagen. Der Bootsmann hatte hier eine geräumige Kajüte mit zwei Kojen.

„Ueber diesen verdammten Hollandschmann werd ich mich noch zu Tode ärgern!“ giftete er sich. „Gestern mußte ich ihn dreimal aus der Koje jagen, und gerade jetzt tut er mir den Tort an und hat die Augen offen. Aber es hat keine Gefahr, ich verstau dich im Raum, wo dich keiner findet, und bring dir jeden Tag das Essen.“