Dann braute er einen sehr steifen Grog.
Um zwölf Uhr wurde Moritz Pietje abgelöst. Er legte sich in seine geliebte Koje und spitzte die Ohren, als er nebenan Gläserklirren hörte. Der Fremde, der bei dem Bootsmann saß, kam ihm sehr verdächtig vor. Und dem groben Bootsmann eines auszuwischen, darauf lauerte Moritz Pietje schon lange. Er preßte das Ohr an die Holzwand, konnte aber kein Wort verstehen. So holte er denn in aller Seelenruhe einen kleinen Bohrer aus der Tasche und begann ihn so langsam in die Holzwand zu schrauben, daß er nicht das geringste Geräusch verursachte. Nach fünf Minuten war das Loch fertig. Und was Moritz Pietje nun zu hören bekam, war außerordentlich interessant.
Peter Voß hatte seinen Freund inzwischen in alles eingeweiht, und Michel Mohr hatte sich, als ihm die tolle Sache erst klar geworden war, mit beiden Fäusten auf den Knien herumgetrommelt und vor Vergnügen losgebrüllt.
„Junge, Junge, du bist ja ein ganz verfluchter Kerl. Und nun helf ich dir erst recht übers Wasser. Laß mich nur machen.“
Ei, wie spitzte da Moritz Pietje die Ohren!
„Wir können doch hier nicht belauscht werden?“ fragte Peter Voß vorsichtig.
„Keine Angst!“ lachte Michel Mohr. „Nebenan schläft der Hollandschmann, der ist selbst zum Horchen zu faul.“
Und sie tranken unbesorgt weiter.
„Zweitausend Dollar ist eigentlich ein bißchen wenig für dich!“ scherzte Michel Mohr beim vierten Glase. „Du bist unter Brüdern viel mehr wert.“
„Jawohl!“ bestätigte Peter Voß todernst. „Zwei Millionen.“