„Können Sie sich das gar nicht denken?“ lachte Peter Voß. „Sie werden mich an Stelle Ihres Freundes mit nach London nehmen. Ich habe aber nicht die Absicht, acht Tage hier in der Kabine zu sitzen.“

„Sie wollen an Deck?“ stöhnte Frank Murrel entsetzt. „Das ist unmöglich.“

„O,“ lächelte Peter Voß abwehrend, „wenn man sich nur Mühe gibt und etwas mehr als die unbedingt nötige Vorsicht anwendet, ist nichts unmöglich. Sie halten es vielleicht für unmöglich, zwei Millionen zu stehlen. Ich versichere Ihnen, es war mir eine Kleinigkeit. Daß ich jetzt hier an Stelle Ihres Freundes auf dem Koffer sitze, hätten Sie gestern noch für unmöglich gehalten. Wie Sie sehen, ist es bereits eine unumstößliche Tatsache, mit der Sie sich abzufinden haben. Einigkeit macht stark, Mr. Murrel. Ich schlage vor, wir schließen einen Vertrag. Wenn Sie ihn halten, bin ich imstande, Sie fürstlich zu belohnen.“

„Wo haben Sie das Geld?“ forschte Frank Murrel neugierig.

„Auf der Bank von England!“ erwiderte Peter Voß. „Das ist eine ideale Anstalt für Defraudanten. Dort liegt es so sicher wie in Abrahams Schoß. Wenn ich erwischt werde, was ich allerdings nicht hoffe, sitze ich meine Jahre ab und hole es mir dann. Eine sehr einfache Sache.“

„Goddam!“ sagte Frank Murrel und reichte ihm die Hand hin. „Ich bin einverstanden, übernehmen Sie die Führung.“

„Sie sind ein vernünftiger Kerl!“ rief Peter Voß und schlug ein. „Wir werden uns schon vertragen. Sind Sie schon an Deck gewesen?“

„Nein!“ versetzte Frank Murrel. „Ich mußte doch erst den Koffer öffnen.“

„Famos!“ sagte Peter Voß. „Dann ist es kinderleicht. Ich gehe an Deck, und Sie bleiben unten.“

Frank Murrel versuchte nicht erst zu protestieren und senkte den Kopf. Es blieb ihm nichts weiter übrig, als auf den Vorschlag einzugehen.