„Na!“ sagte Peter Voß gutmütig und klopfte ihm auf die Schulter. „In der Nacht können Sie hin und wieder an Deck gehen und ein bißchen Luft schöpfen. Wir haben ja eine gewisse Aehnlichkeit miteinander. Das haben Sie wohl auf der Polizeiwache gemerkt! Das Schlimmste ist Ihre Verpflegung. Die Vorräte im Koffer halten keine drei Tage vor. Wie haben Sie sich das eigentlich gedacht?“

Nun kam es heraus, daß Frank Murrel überhaupt nicht so weit gedacht hatte.

„Es wird sich schon ein Ausweg finden!“ meinte Peter Voß und setzte sich vor den Spiegel. „Zuerst muß ich die verdammte Farbe loswerden.“

Und schon ging er mit Seife und Bürste seinen knallroten Haaren zu Leibe.

„Ich habe etwas Besseres!“ sagte Frank Murrel und brachte eine Flasche zum Vorschein. „Als Bühnenkünstler muß man dergleichen immer zur Hand haben.“

„Bitte!“ lächelte Peter Voß und ließ sich von Frank Murrel gehörig den Kopf waschen, bis die rote Farbe allmählich verging. Dafür kam eine andere Farbe zum Vorschein.

„Zum Teufel!“ begehrte Peter Voß auf. „Jetzt hab ich grüne Haare.“

„Nur Geduld!“ tröstete ihn Frank Murrel und holte, nachdem er sich ein paar Handschuhe angezogen hatte, eine andere Flasche hervor. „Jetzt Nußbraun, das brauche ich selbst.“

Nach einer halben Stunde war das Werk vollbracht. In der Dunkelheit sahen sie sich zum Verwechseln ähnlich, aber im Licht konnte nur ein sehr Kurzsichtiger Peter Voß für Frank Murrel halten und umgekehrt.

Da klopfte es an die Tür. Peter Voß ging öffnen. Frank Murrel kroch vor Schreck in die Koje. Draußen stand der Steward und begehrte das Billett.