So ein Kerl! dachte er. So ein gottverdammter Kerl! Wie kommt er bloß in die Kajüte! Da schlag doch einer lang hin!

Dann machte er, daß er in seine Kammer kam, um das innere Gleichgewicht vermittelst einiger Grogs wiederherzustellen.

Beim Lunch wurde Peter Voßens Messer als gefunden ausgeläutet. So kam er wieder zu seinem Eigentum zurück.

Inzwischen hatte Dodd mit Polly einen schweren Stand. Sie wollte durchaus in New York bleiben, weil sie ihren Mann noch immer hier vermutete. Dodd dagegen hatte schon Kabinen auf der „Mauretania“ belegt, die zwei Tage eher in Liverpool anlangte, als die „Pennsylvania“ in Plymouth.

„Mrs. Voß,“ beschwor er sie, „warum vertrauen Sie mir nicht!“

„Wegen des Steckbriefs!“ trumpfte sie auf. „Ich bleibe hier. Und wenn ich ihn hier nicht finde, werde ich ihn in Deutschland suchen. Dort hat er Verwandte, einen Onkel. Er hat mir sehr viel von ihm erzählt.“

„Wissen Sie, wo dieser Onkel wohnt?“ fragte Dodd interessiert.

„Ich habe den Namen der Stadt vergessen,“ erklärte sie. „Es war eine kleine Stadt. Aber er wird mir schon wieder einfallen.“

„Mrs. Voß, ich mache Ihnen einen Vorschlag,“ sagte Dodd aufrichtig, „daraus werden Sie erkennen, wie ernst ich es mit meinem Versprechen nehme. Ohne die Hilfe der Polizei bin ich machtlos. Ich kann auf den Steckbrief ebensowenig verzichten wie auf Ihre Hilfe. Sollte jedoch Mr. Voß irgendwo gefaßt werden, so stelle ich Ihnen frei, seine Identität schlankweg zu leugnen. Und man wird ihn auf der Stelle freilassen. Dann aber werden Sie sich heimlich mit ihm verständigen und sich ihm anschließen. Sie geben mir dann Nachricht, und ich komme darauf zu Ihnen, und wir erledigen die ganze Sache in Güte unter uns. Ins Sanatorium aber muß er auf alle Fälle.“

Polly fuhr auf und starrte ihn an. Wie war es möglich gewesen, daß dieser Mann ihre geheimsten Gedanken erraten hatte!