„He!“ machte Mr. Stockes überrascht und schnappte nach Luft. „Wozu das?“

„Na!“ lächelte Peter Voß und tippte sich an die Stirn. „Meinen Sie vielleicht, daß ich auch nur eine Minute länger als Millionendieb in der Welt herumrasen will, als es unbedingt nötig ist? Im Gegenteil, ich will rehabilitiert werden. Ich bringe das Geld zurück und stelle mich den Richtern. Wenn sie mich auch nicht freisprechen, ich bin doch der Held des Tages.“

„Ja, aber!“ rief Stockes verzweifelt. „Dann kommt ja der Schwindel heraus. Die zwei Millionen existieren doch gar nicht.“

„Aber sie existieren in Ihrer Einbildungskraft, Mr. Stockes,“ beruhigte ihn Peter Voß. „Ich bin Ihr Kassierer und habe Sie getäuscht. Ich habe falsche Bilanzen gemacht. Das wirft kein schlechtes Licht auf Sie. Sie haben mir eben vertraut. Die Bücher werde ich sofort in Ordnung bringen. Was wollen Sie? Ich gestehe diese Fälschungen vor Gericht ruhig ein, ich gebe zu, daß ich Ihnen mit den zwei Millionen im Geldschrank einen blauen Dunst vorgemacht habe, um Sie, meinen Lebensretter, zu retten. Ich breche damit jeden Kassiererrekord. Man wird sich um mich reißen, auch wenn ich ein paar Monate ins Gefängnis marschieren muß. Und dann denken Sie an die kolossale Reklame für die Firma Stockes & Yarker.“

„Voß!“ keuchte Stockes, außer sich vor diesen sich stetig überbietenden Kühnheiten seines Kassierers. „Voß, in Gottes Namen, ich gebe mich in Ihre Hände. Tun Sie, was Sie wollen. Sie sind mir über! Ich bin mit allem einverstanden. Das eine aber sage ich Ihnen! Besteht die Firma noch in zwei Jahren, dann wird sie heißen: Voß, Stockes & Yarker!“

„Topp!“ sagte Peter Voß und schlug ein. „Ich nehme an. Schon um die Firma in der Folgezeit vor Ihren tollen Spekulationen zu schützen. Da werde ich Ihnen nämlich einen großen Riegel vorschieben.“

„Schieben Sie, schieben Sie!“ rief Jim Stockes glücklich und umarmte ihn. „Bei Ihnen darf ich ruhig in die Schule gehen, ohne daß sich meine grauen Haare darüber ärgern.“

Peter Voß reichte ihm Hut und Stock.

„Gehen Sie, sonst versäumen Sie den Klub. Sie können Dick Patton ein bißchen vorbereiten. Aber Vorsicht! Der Mann ist so scheu, wie er dick ist. Inzwischen werde ich die Bücher berichtigen. Ich werde dafür sorgen, daß von morgen ab kein Mensch, der in diese Bücher gesehen hat, daran zweifelt, daß heute abend in diesem Fach wirklich zweitausend Mille gelegen haben. Es wird später im Prozeß sonnenklar daraus hervorgehen, daß ich diese Fälschungen schon seit zwei Jahren betrieben habe, um die Verluste, die Ihre Spekulationen verursacht haben, zugunsten der Firma zu verschleiern. Denn nun kann ich es Ihnen gestehen, auch ich glaube an die Kupferpapiere. Nur muß man es aushalten können. Und darum stehle ich Ihnen auch die beiden Millionen, die gar nicht vorhanden sind. Vor Mitternacht empfehle ich mich dann. Es steht Ihnen frei, nach dem Klub noch einmal hierher zu kommen.“

„Wohin wollen Sie?“