„Nach Deutschland. Ich habe etwas Heimweh. Ich will meinem Onkel einmal Guten Tag sagen. Vielleicht ist er schon preußischer Justizminister. Denn gestrebt hat er immer. Und nun noch eins, und das ist sehr wichtig. Ich muß leider meine kleine Frau unaufgeklärt zurücklassen. Führe ich jetzt zu ihr hinaus und enthüllte ihr den famosen Plan, sie würde mich unter keiner Bedingung weglassen. Sie würde vielmehr siebenunddreißig Aerzte herbeitelephonieren und mich von ihnen auf meine Nerven untersuchen lassen. Und gelänge es mir auch, sie schließlich zur Einsicht zu bringen, würde ich meinen Vorsprung verlieren, den ich unbedingt haben muß. Denn heute ist der letzte Termin. Auch würde sie mich dann keinesfalls allein reisen lassen. Aber dann hätte mich Dodd sicher schon in Pittsburg beim Kragen. Sie werden einsehen, daß ein Defraudant nicht mit seiner Frau fliehen kann, selbst wenn er sie noch so sehr liebt.“

„Goddam!“ erwiderte Stockes betroffen. „Das stimmt. Sie denken aber auch an alles.“

„Mr. Stockes, Sie übernehmen es wohl, ihr reinen Wein einzuschenken. Sonst hält sie mich am Ende gar für einen richtigen Dieb, und das wäre mir schon aus dem Grunde ärgerlich, weil ich sie später, wenn die Luft rein ist, nachkommen lassen will. Vor allen Dingen, Mr. Stockes, nichts schriftlich, und auch nichts durchs Telephon. Nur mündlich und ohne Zeugen. Man kann gerade darin nicht vorsichtig genug sein.“

„Und wenn wir nun hier belauscht worden sind?“

„Da kennen Sie Peter Voßen schlecht!“ lachte er leise, schlug das Hauptbuch auf und fuhr mit der Feder ins Tintenfaß.

Jim Stockes trat zwanzig Minuten später in den Exzelsiorklub. Da saßen schon Dick Patton, sein Millionengläubiger, Reginald Splarks, der allmächtige Getreidehändler, und Merrymann Peacock, der Direktor des Tabaktrustes, an einem runden Tische und winkten mit den Pokerkarten. Stockes nahm Platz und spielte sehr vorsichtig.

„Mr. Stockes hat keinen Mut!“ schnaubte Dick Patton.

„Ich habe morgen zweitausend Mille zu bezahlen!“ knurrte Stockes. „So etwas greift an. Ich habe sie eben mit meinem Kassierer zusammen abgezählt und in den Geldschrank gelegt.“

„Blödsinn!“ knurrte Splarks. „Man legt keine zweitausend Mille in seinen Geldschrank.“

„Sie vergessen,“ bemerkte Jim Stockes etwas von oben herab, „daß die Firma Stockes & Yarker keine Bank nötig hat, da sie selber eine ist. Bei Ihnen mag das anders sein.“