Die Nachforschungen bei der Bank in London blieben, wie Dodd vorausgesehen hatte, ohne jeden Erfolg.
Peter Voß war verschwunden, als hätte ihn das Meer oder die Erde verschlungen.
5.
Peter Voß war ein ausgezeichneter Schwimmer. Glücklich war er aus dem Heckstrudel der „Pennsylvania“ herausgekommen und suchte nun mit kräftigen Stößen das nahe Land zu erreichen. Aber die Strömung war stärker und versetzte ihn in den Kanal hinaus. Wohl eine ganze Stunde arbeitete er unermüdlich dagegen an. Er kam nicht vom Fleck.
Na, denn nicht! dachte er und machte kehrt.
Weit draußen leuchtete das Feuer von Eddystone. Darauf hielt er zu. Da er nun mit dem Strome schwamm, machte er flotte Fahrt, ohne daß er sich übermäßig anzustrengen brauchte. Aber allmählich verließen ihn doch die Kräfte. Da sah er plötzlich dicht vor sich einen Zweimastschoner aus der Dunkelheit der Nacht auftauchen. Er hatte ihn nicht eher zu Gesicht bekommen, weil das Fahrzeug mit abgeblendeten Lichtern fuhr. Peter Voß hielt darauf zu. Da es bei Backbordhalsen anlag, konnte er ihm den Weg abschneiden.
„Mann über Bord!“ schrie er, als er in Rufweite war.
Der Matrose am Ruder streckte den Kopf über die Reling.
„Halloh!“ schrie Peter Voß mit dem ganzen Aufgebot seiner Stimme. „Ihr wollt doch einen Christenmenschen nicht ersaufen lassen?“
Da flog ein Rettungsring über Bord. Gleich darauf tauchte ein zweiter Kopf über die Reling. Dieser Mann warf Peter Voß ein Tau zu. Wenige Augenblicke später war er an Bord. Es war die „Queen“ aus Falmouth mit drei Mann Besatzung an Bord, ein Schiffer, der sich Penfold nannte, ein Matrose und ein Schiffsjunge. Der Schiffer schien über den neuen Gast nicht gerade erfreut zu sein. Peter Voß scherte sich nicht viel darum, verlangte zu essen und zu trinken und bekam es auch. Dann besah er sich das Schiff näher.