„Ihr fahrt ohne Lichter, Mann!“ sprach er zu dem Schiffer.

Der knurrte etwas, ging auf die Seite und ließ ihn stehen.

Da ist etwas nicht in Ordnung! dachte Peter Voß und hielt die Augen offen.

Bald darauf, als sie Eddystone querab hatten, ging der Schiffer unter Deck. Peter Voß machte sich an den Matrosen, der am Steuer stand, und wollte ihn aushorchen. Da kam er erst recht an den Unrechten.

Ankunft und Ladung blieben im ungewissen.

„Das ist sicher ein Schmuggler!“ sagte sich Peter Voß und legte sich in die erste beste Koje.

Am folgenden Morgen versuchte er es noch einmal mit dem Kapitän. Der Schiffer merkte sofort, daß er einen seebefahrenen Mann vor sich hatte, und machte ihm, ohne nach seinem Namen zu fragen, das Anerbieten, an Bord zu bleiben.

„Wenn die Heuer gut ist,“ meinte Peter Voß, „dann bin ich nicht abgeneigt.“

So wurde er wieder einmal Matrose. Schon am ersten Abend waren keine Geheimnisse mehr für ihn an Bord. Das Schiff hatte Whisky, Streichhölzer und Kautabak geladen und versuchte sich langsam gegen die französische Küste aufzukreuzen. Die wetterfesten, normanischen Fischer in Pleherel warteten schon darauf. In der dritten Nacht sollte die Schmuggelei vor sich gehen. Aber das Wetter machte ihnen einen bösen Strich durch die Rechnung. Eine schwere See stand vom Ozean her in dem Kanal und machte es dem kleinen Fahrzeug unmöglich, sich der brandenden Küste zu nähern.

Erst am fünften Abend, als sich die See wieder beruhigt hatte, bekamen sie das Land in Sicht. Peter Voß stand am Steuer. Der Schiffer war außerordentlich zufrieden mit ihm. Er ließ den Schlickhaken wegwerfen und die Segel reffen. So blieben sie bis Mitternacht in einer Entfernung von zwei Seemeilen vom Lande liegen.