„Ich fiel vor etlichen Tagen im Kanal über Bord eines Schiffes,“ begann er mit tiefem Bedauern zu erzählen, „ich fiel auf den Kopf, dabei verlor ich mein ganzes Gedächtnis. Sogar den Namen des Schiffes, von dem ich gefallen bin, habe ich vergessen. Mein Kopf ist augenblicklich ein leerer Topf mit weißen Wänden.“
„Sie behaupten also, Ihr ganzes Gedächtnis verloren zu haben?“ fragte der Richter lauernd.
„Total!“ versetzte Peter Voß achselzuckend.
„Dann müßten Sie ja auch die Sprache verloren haben!“ sagte der Richter.
„Wieso!“ begehrte Peter Voß auf. „Dann habe ich eben, mit Ihrer Erlaubnis, nur ein Stück von meinem Gedächtnis verloren.“
„Wir werden Ihnen Ruhe und Gelegenheit geben, das verlorene Stück wiederzufinden!“ versetzte der Richter sarkastisch und ließ ihn abführen.
Peter Voß marschierte in seine Zelle zurück und pfiff sich eins. Auch der musikalische Teil des Gedächtnisses stand ihm noch zur Verfügung.
Der Schiffer Penfold wurde zu sechs Monaten, der Matrose zu acht Wochen und der Schiffsjunge zu vier Wochen verurteilt. Die „Queen“ wurde versteigert und ging als „Marguerite“ unter französischer Flagge in See nach Jersey. Jede dritte Nacht verbrachte sie in St. Malo. Peter Voß, der sie beobachtete, freute sich über ihre Anhänglichkeit.
Er schlief in seiner Zelle meistens bis tief in den Tag hinein. Zuweilen erkundigte er sich bei seinem Nachbar nach dem Fortschritt der Befreiungsarbeiten. Doch der war nicht gut auf ihn zu sprechen, weil er nicht gemeinsame Sache mit ihm machen wollte.
„Was wollt Ihr drüben in London?“ fragte Peter Voß. „Habt Ihr wieder so einen kleinen Einbruch vor?“