„Und wenn ich nun seine Entlassung beantrage?“ fragte Dodd.

„Wie wollen Sie diesen Antrag begründen?“ rief der Direktor achselzuckend. „Oder wissen Sie etwa den Namen des Mannes?“

„Ich vermute ihn zu wissen,“ wich Dodd vorsichtig aus, „und ich hoffe, durch ein kleines Experiment den Mann wieder zu seinem Gedächtnis verhelfen zu können. Vorausgesetzt natürlich, daß Sie mich dabei unterstützen.“

„Sie können noch daran zweifeln?“ rief der Direktor förmlich elektrisiert. „Ich warte ja nur auf den Augenblick, daß dieser Aermste sein Gedächtnis wiederfindet. Welches Experiment haben Sie vor?“

„Es ist an demselben Tage, an dem dieser Mann im Kanal aufgefischt worden ist, in Plymouth bei einer Schiffsagentur eine Brieftasche abgegeben worden, von der ich annehme, daß sie das Eigentum dieses Mannes. Ich möchte ihm nun diese Brieftasche durch das Fenster zuwerfen lassen und ihn dabei heimlich beobachten.“

„Exzellent!“ rief der Direktor mit echt französischer Lebhaftigkeit. „Das ist ein großartiger Kniff. Steckt er die Tasche ein, dann hat er sein Gedächtnis wiedergefunden. Läßt er sie liegen, dann ist das Experiment mißglückt. Haben Sie die Tasche bei sich?“

„Leider nicht!“ versetzte Dodd und griff zum Hut. „Ich werde aber sofort hinüberfahren, um sie zu holen.“

Er dampfte nach Southampton zurück und war am nächsten Morgen in Brighton. Polly saß in einem bequemen Stuhl vor der Kurkapelle, die eben den Brautmarsch aus „Lohengrin“ intonierte.

„Ich habe ihn!“ flüsterte er ihr zu.

„Wo ist er? Wo ist er?“ rief sie außer sich und zog ihn zum Strand hinunter.