„Dann ist es aber die höchste Zeit!“ erwiderte der und begann sofort mit dem Meißel der Mauer zu Leibe zu gehen.
Da rasselten draußen Schlüssel.
„Der Wärter!“ flüsterte Peter Voß, verstopfte das Loch, warf die Brieftasche hin, wo sie gelegen hatte, und legte sich nieder.
Schon trat der Wärter herein mit einer außergewöhnlich hellen Lampe. Daran erkannte Peter Voß, daß etwas Besonderes los war. Der Wärter leuchtete durch die Zelle, ließ die Brieftasche liegen, als sähe er sie nicht, und leuchtete Peter Voß ins Gesicht, der keine Miene verzog und schnarchte.
Die Zellentür schloß sich wieder. Draußen auf dem Gange stand Dodd mit dem Direktor und dem Nervenarzt.
„Er schläft!“ meldete der Wärter. „Die Tasche liegt noch da, wo sie hingefallen ist.“
„Wir müssen also bis morgen warten!“ erklärte Dodd und trat zurück. „Am besten ist, Sie lassen den Mann gänzlich ungestört. Der Fall liegt zu kompliziert.“
Und der Nervenarzt nickte zustimmend.
Also gingen sie wieder davon. Dodd hatte sein Ziel erreicht. Morgen wollte er feststellen, wie weit Peter Voß mit dem Fenstergitter gekommen war, und danach den Dampfer mieten.
Aber Peter Voß ging nicht gegen das Gitter, sondern gegen die Mauer vor. William Schmidt half von der anderen Seite. Als die ersten beiden Steine gelockert waren, hatten sie gesiegt. Das Loch zu erweitern war Spielerei. Nun erst steckte Peter Voß seine Brieftasche ein. Geschmeidig schlüpfte er in die Nebenzelle. Ihren vereinten Kräften konnte das gelockerte Fenstergitter nicht widerstehen. William Schmidt streckte vorsichtig den Kopf hinaus. Die Luft war rein. Mit einem Sprung verschwand er; Peter Voß folgte ihm, ohne sich lange zu besinnen.