„Das ist es ja eben!“ schluchzte sie unter Tränen. „Wenn du bei Verstande wärst, hättest du doch nicht das Geld genommen. Siehst du das nicht ein? Ein vernünftiger Mensch stiehlt doch nicht zwei Millionen. Das ist doch ein Verbrechen! Lieber, lieber Peter, sag mir, wo du das Geld hingetan hast, dann ist ja alles gut. Tu es doch mir zuliebe!“
So jammerte sie, während er regungslos dasaß und Kopf und Arme hängen ließ.
Er war mit seinem Latein zu Ende.
„Ich gebe die Millionen nicht heraus!“ sagte er ruhiger. „Und zwar aus dem einfachen Grunde, weil ich sie gar nicht habe. Wenn du dem verdammten Dodd mehr glaubst als mir, dann ist die Sache allerdings schlimm genug. Aber ich verlange, daß du sofort nach St. Louis zurückkehrst.“
„Nein, nein, das kann ich wirklich nicht tun!“ flehte sie ihn an. „Sonst wird er dich der Polizei ausliefern, und du kommst ins Gefängnis. Nur wenn ich bei ihm bin, dann wagt er es nicht. Wir haben einen Vertrag geschlossen, und er hat mir versprochen, die Sache in Güte zu erledigen!“
Peter Voß griff sich mit beiden Händen an den Kopf.
„Und das glaubst du, Polly?“ fragte er und tippte sich an die Stirn. „Er schleppt dich nur mit sich herum, um dich zu verführen, jawohl, das ganz allein ist seine Absicht.“
Jetzt meldete sich bei Polly die Amerikanerin.
„Mr. Dodd ist ein Gentleman!“ sagte sie und erhob sich. „Und außerdem weiß ich ganz genau, was ich mir selbst schuldig bin. Du aber scheinst es nicht zu wissen.“
„Da hast du das wohl wirklich geschrieben?“ rief er und riß die Brieftasche heraus.