Der Thürbeschlag ist einfach und enthält außer Band und Angel nur noch eine schlichte Klinke, weshalb der Miethsmann, welcher seine Sachen besser verwahren will, ein Vorlegeschloß anzulegen pflegt.

Stuben-Oefen nach unserer deutschen Manier kommen nicht ins Haus, sondern die russische Oesse bildet im Zimmer, welches geheizt werden soll, ein französisches Kamin; der Miethsmann hat daher, gleich den andern Möbeln, auch für den Ofen zu sorgen, und stellt denselben, welcher mit Löchern zum Einhängen der Töpfe und einer Bratröhre versehen ist, im Winter mitten in die Stube, im Sommer auf den Boden, oder wenn man nicht im Kamin kochen will, im Hofraume auf, da in der Regel die Küchen fehlen. — Nur in Gebäuden, welche die Hauseigenthümer selbst bewohnen, oder nur von einem Miethsmanne bezogen werden, befindet sich eine Küche im Souterrain.

Die Häuser erhalten äußerlich keinen Kalk-Abputz, sondern die beim Bau theilweis verloren gegangene rothe Farbe der Ziegelsteine wird wieder durch einen Anstrich hergestellt, und die Kalkfugen mit weißer Farbe hervorgehoben. Zur vordern Façade verwendet man auch aus feinerer Masse bereitete Steine, welche wie geschliffen sind.

Die Fenster erhalten gewöhnlich Jalousieen, um dadurch während der heißen Sommertage den Zimmern eine erquickende Kühle zu verschaffen, da die dahinter geöffneten Fenster den Luftzug gestatten.

Nie kömmt der Abtritt ins Haus, sondern immer an den entferntesten Ort des Hofraumes, da es der Amerikaner für unreinlich und unpassend hält, diesen Ort in seiner Nähe zu haben, was bei den heißen Sommertagen lästig werden würde.

Daß, wenn vom schnellen und leichten Aufbau der Häuser die Rede ist, nur Privat-Wohnungen gemeint werden, versteht sich wohl von selbst. Große massive, meist aus Marmor-Quadern aufgeführte öffentliche Gebäude verlangen ebenfalls die gehörige Zeit, wie bei uns; nur daß man hier besser versteht die Zeit zu benutzen und die Hände in Bewegung zu setzen.


Dreiundvierzigster Brief.

Fortsetzung.