HOFMANNSWALDAU UND LOHENSTEIN.

[Scherer D. 362, E. 366.]

Hauptvertreter der ‘italienischen Schreibart’ oder des ‘Schwulsts’. Christian Hofmann v. Hofmannswaldau war 1618 zu Breslau geboren und erhielt eine sorgsame Erziehung. Er studierte in Leiden, reiste dann in den Niederlanden, England, Frankreich und Italien und war noch sehr jung Rathsherr in Breslau. Er starb 1679.—Daniel Casper v. Lohenstein, ebenfalls ein Schlesier, war 1635 geboren, erhielt eine gute Erziehung, bildete sich auf Reisen und lebte als Regierungsrath in Breslau, wo er 1683 starb. Hofmannswaldau zeichnete sich in Gedichten, Lohenstein hauptsächlich in Tragödien und im Romane aus.

HOFMANNSWALDAU.

AN FLAVIEN.

Will das gelücke denn gantz meine feindin werden?

Stürmt süd, ost, nord und west?

Bin ich ein gauckel-spiel und leichter ball der erden,

Den Venus fallen läst?

Will keine sonne mehr mein schwartzes haupt berühren?