So prämiirt das englische Zollgesetz die schlechte Zuckerfabrikation. Dasselbe that bis 1862 die Kolonial-Regierung, indem sie den Fabriken nicht gestattete ihre Molassen zu Rum zu destilliren (s. S. 58). Man hatte daher wenig Lust, dem Zucker mit Unkosten einen nicht zu verwerthenden Körper zu entziehn. Unter normalen Verhältnissen deckt die Rumfabrikation nicht nur die Kosten der Reinigung, sie liefert auch einen erheblichen Gewinn.


[1] Als beispielsweise wegen des erwarteten Angriffes von Cogseng (s. unten), alle verfügbaren Kräfte, auch die von Zamboánga, um Manila zusammengezogen worden waren, fielen die Moros mit 60 Schiffen über die Inseln her, während sonst ihre Ausrüstungen 6 bis 8 Schiffe nicht zu übersteigen pflegten. Torrubia S. 363. [↑]

[2] Hakl. Morga Append. 360. [↑]

[3] Nach der Revista minera, Madrid 1866 XVII. 244 sind die Kohlen vom Berge Alpacó, im Gebiet von Nága in Cebú, trocken, rein und fast frei von Schwefelkiesen; sie brennen leicht und mit starker Flamme. Bei den, im Laboratorium der Bergschule zu Madrid angestellten Versuchen gaben sie 4% Asche und eine Heizkraft von 4825 Calorien, d. h. durch Verbrennung von 1 Gewichtstheil wurden 4825 Gewichtstheile Wasser um 1° C. erwärmt — gute Steinkohle giebt 6000 Cal. Die ersten Kohlengruben in Cebú wurden im Massángathal betrieben, die Arbeiten aber 1859, nachdem bedeutende Kosten darauf verwendet, wieder eingestellt. Später entdeckte man im Thal von Alpacó und im Berg Oling bei Nága vier Schichten von beträchtlicher Mächtigkeit.... »Die Kohle von Cebu ist anerkannt besser, als die von Australien und Labuan, besitzt aber nicht hinreichende Heizkraft um ungemischt für längere Seereisen verwendet zu werden.«

Nach dem Katalog der Produkte der Philippinen (Manila 1866) haben die Kohlenschichten in Cebú an vielen Stellen des NS. durch die ganze Insel streichenden Gebirges eine durchschnittliche Mächtigkeit von 2 m. Die Kohle ist von mittlerer Güte, sie wird in den Regierungsdampfern, mit Cardiffkohle gemischt, verbrannt. Ihr Preis in Cebú ist durchschnittlich 6 Dollar per Tonne. [↑]

[4] Engl. Konsular Bericht 217. [↑]

[5] In Jaró hat sich der Pachtzins in 6 Jahren verdreifacht, Vieh, das 1860 10 Dollar galt, kostete 1866 25 Dollar. Grundstücke an der Ria von Yloilo sind in wenigen Jahren von 100 Dollar auf 500, sogar auf 800 Dollar gestiegen (Diario Febr. 1867). [↑]

[6] 1855 führte Yloilo, einschliesslich 3000 Picos von Negros, 11,700 Picos aus, 1860 schon 90,000 P., 1863: 176,000 P. (in 27 ausländischen Schiffen), 1866: 250,000 P., 1871: 312,379 Picos von beiden Inseln. [↑]

[7] Der für den englischen Markt bestimmte Zucker kostete in Manila 1868/69 15 bis 16 £ per Ton und stellt sich in London auf 20 £. Best gereinigter, wie ihn Manila für Australien bereitet, wäre in London wegen des höheren Zolles nur 3 £ per Ton mehr werth, aber 5 £ theurer als der schlechte, der mithin eine Prämie von 2 £ geniesst. Manila exportirt hauptsächlich den Zucker von Pangasinán, Pampánga und Lagúna. (Nach Privatberichten.) [↑]