§. 370. Desgleichen wenn die Menge im Ganzen nicht abgenommen und die der Blätter I. Klasse um ⅓ zugenommen hat.
Es folgen §§. welche die Gratifikationen der Lokalbehörden regeln.
§. 379. Alljährlich hat jeder Gobernadorcillo eine vom Pfarrer revidirte Liste sämmtlicher Ortsangehöriger beiderlei Geschlechts und der Kinder einzureichen, die alt genug sind um auf dem Felde zu helfen.
§. 430. Die Beamten sollen die Einwanderung nach Cagayan und Neu-Biscaya fördern und werden sogar angewiesen mit 5 Dollar die Schulden solcher Individuen zu bezahlen, die ihre Provinz schuldenhalber nicht verlassen dürfen.
§. 436. »denn da durch Verordnungen des Buen Gobierno bestimmt ist, dass ein Indier nicht in Anspruch genommen werden kann für eine Summe die 5 Dollar übersteigt, und von einem Darlehn oder einer einfachen Schuld herrührt, so kann die Beanspruchung einer höheren Summe kein Hinderniss für die Auswanderung sein.«
§. 437. Die Hacienda bestreitet die Reisekosten und den Unterhalt der Einwanderer von Ilocos,
§. 438. schiesst ihnen die Mittel zur Beschaffung von Vieh, Geräth etc. bis zur ersten Ernte vor (obgleich der Indier nur für 5 Dollar haftbar ist!).
§. 439. Solche Vorschüsse sind zwar persönlich, aber das ganze Dorf haftet dafür im Falle des Todes oder der Flucht des Schuldners.
Der Tabak (Nicotiana tabacum L.) wurde in die Philippinen, bald nach Ankunft der Spanier durch Missionäre eingeführt, die den Samen aus Mexico mitbrachten.[4] Der Boden, das Klima, der Anklang, den sein Genuss bei den Eingeborenen fand, wirkten zusammen, um ihm schnell grosse Verbreitung zu verschaffen. Nach dem Tabak von Cuba (und einigen türkischen Gewächsen)[5] soll er der beste sein und in der Kolonie behaupten Sachverständige, dass er selbst jenen bald übertreffen würde, wenn die darauf begründeten Gewerbe frei wären. Dass Güte und Menge des Produktes unter solchen Umständen beträchtlich zunehmen würden, wird wohl kein Unbefangener bezweifeln; manche verstockte Beamte behaupten freilich das Gegentheil. Es kann sich nur um die Frage handeln, bis zu welchem Grade die an eine solche Maassregel geknüpften Erwartungen in Erfüllung gehen würden, wobei allerdings nicht übersehen werden darf, dass gerade die Sachverständigen, vielleicht zu grosse Hoffnungen an die Abschaffung eines Systems knüpfen, das sie verhindert ihre Fachkenntniss zu verwerthen.
Thatsache ist aber, dass schon jetzt der heimlich gebaute Tabak, trotz aller vom verbotenen Betriebe unzertrennlichen Mängel, selbst von den Regiebeamten ihrem eigenen Fabrikat vorgezogen, von Vielen dem Habana gleichgeschätzt wird und dass die Regie-Zigarren der Philippinen in ganz Ostasien die beliebtesten sind. Reiche Kaufleute sogar, für welche der Preisunterschied nicht in Betracht kommt, ziehen in der Regel die Manila- den Habana-Zigarren vor.