[11] Reglement für alle Sammelstellen von Luzon: §. 1. Der Tabak wird nach vier Klassen bezahlt. §. 2. Zur I. Klasse gehören Blätter von wenigstens 18 Zoll von Burgos (0m 418) Länge, zur II. solche von 18 bis 14 Zoll (0m 325), zur III. von 14 bis 10 Zoll (0m 232) zur IV. Blätter von wenigstens 7 Zoll (0m 163); kleinere werden nicht angenommen. (Letztere Beschränkung ist jetzt aufgehoben. Da sich die Qualität des Tabaks in den Händen der Regie immer mehr verschlechtert, so sind jetzt noch zwei geringere Klassen (V. und VI.) eingeführt). —
| Ein Fardo | I. | Kl. wiegt 60 Pfd. und wurde von der Regierung(1867) bezahlt | 9 | Doll | 50 | C. |
| II. | 46 | 6 | | - | |
| III. | 33 | 2 | | 75 | |
| IV. | 18 | 1 | | - | |
(Bericht engl. Kons.)
Folgende Tabelle giebt die von der Regierung fabrizirten Sorten, und die Preise, zu welchen sie 1867 im Estanco zu haben waren.
| Menas(Klassen). | Folgenden Habana-Klassenassimilirt. | PREIS | Zahl der Zigarren in einer Arroba. |
| einerArroba | von 1000Zigarren | einerZigarre |
| | Doll. | Doll. | Cents. | |
| Imperiales | derselben Klasse | 37 | ,50 | 30 | | 4 | ,80 | |
| Prima veguéro | do. do. | 37 | ,50 | 30 | | 4 | ,80 | |
| Segunda do. | Regalía | | 26 | | | |
| Prima superiór filipino | Regalía | | 26 | | | |
| Segunda do. do. | ohne Assimilirung | 38 | | 19 | | 3 | ,4 | |
| Tercéra do. do. | Lóndres | | 15 | | | |
| Prima filipino | Superiór habano | 21 | | 15 | | 2 | ,40 | 1400 |
| Segunda do. | Segunda superiór habano | 24 | | 8 | ,57⅛ | 1 | ,37⅜ | 2800 |
| Prima corládo | derselben Klasse | 21 | | 15 | | 2 | ,40 | 1400 |
| Segunda do. | derselben Klasse | 24 | | 8 | ,57⅛ | 1 | ,37⅜ | 2800 |
| Mista | Segunda batído | 20 | ,50 | | | |
| Prima batído lárga | ohne Assimilirung | 18 | ,75 | | 1 | ,66⅔ | 1800 |
| Segunda do. do. | do. do. | 18 | ,75 | | 0 | ,80 | 3750 |
[↑]
[12] Es gehn im Mittel 407½ Million Zigarren und 1,041,000 Kg. Rohtabak jährlich in’s Ausland, zusammen dem Gewichte nach etwa 56,000 Quintales, abgesehn von dem geschenkten Tabak. [↑]
[13] ... Der in diese Lage gebrachte Bauer findet es schwer seine Familie zu erhalten, ist gezwungen Geld zu übertriebenen Zinsen zu borgen und geräth immer tiefer in Schulden und Elend .. die Furcht vor Geld- und Körperstrafen, mehr als die Aussicht auf hohe Preise, ist die Haupttriebfeder, durch welche die Lieferungen aufrecht erhalten werden können .. (Bericht des engl. Konsuls.) [↑]
[14] Von Dezember 1853 bis November 1854 hatte die Kolonie 4 General-Kapitäne (2 effektive und 2 provisorische). 1850 soll ein neu ernannter Oidor, (Mitglied des obersten Gerichtshofes) mit seiner Familie den Weg nach Manila um das Kap genommen und bei seiner Ankunft bereits seinen inzwischen über Suez gereisten Nachfolger im Amte getroffen haben. Solche Zustände werden nicht befremden, wenn man damit vergleicht, wie es in Spanien selbst zugeht. Nach einem Aufsatz in der Revue nationale April 1867 hat Spanien von 1834 bis 1862, d. h. seit dem Regierungsantritt Isabella’s 4 Konstitutionen, 28 Parlamente, 47 Premierminister, 529 Minister mit Portefeuilles, darunter 68 Minister des Innern gehabt, so dass jeder der letztern durchschnittlich nur 6 Monate im Amte war. Die Finanzminister sollen seit 10 Jahren nicht länger als 2 Monate geblieben sein. Seitdem und namentlich seit 1868 erfolgen die Wechsel viel schneller. [↑]
[15] Der Grund des hohen Silberagios lag darin, dass die Chinesen alle spanischen und mexikanischen Dollar aufkauften, um sie nach China auszuführen, wo sie mehr gelten als andre Dollar, weil sie, von den Reisen der Nao her, seit alten Zeiten bekannt sind und auch in den innern Provinzen Kurs haben. (Am höchsten werden dort Carlos III. bezahlt). Eine seitdem in Manila errichtete Münzanstalt, die sich selbst erhält, wenn sie auch der Regierung keinen andern Nutzen abwirft, hat jenen Uebelstand gänzlich beseitigt. Die Chinesen pflegen das Silber und Gold gewöhnlich als Geld mit ausländischem Gepräge nach Manila zu bringen, indem sie Landesprodukte dafür kaufen, die einheimischen Kaufleute lassen es umprägen. Anfänglich waren in Manila fast nur Silberunzen vorhanden, Goldunzen äusserst selten. Das hohe Agio, das sie genossen, hatte eine so starke Einfuhr zur Folge, dass sich das Verhältniss umkehrte, in den Regierungskassen wurde aber die Goldunze immer der Silberunze gleich gerechnet. [↑]