Weiter südlich vom Ysarog folgt der am See von Buhi gelegene erloschene Vulkan von Yriga. Der isolirte Hügel westlich von Yriga an der Strasse nach Nabua besteht aus blaugrauem, etwas porösem Dolerit, in dessen feinkörniger Grundmasse neben kleinen, triklinen, glasigen Feldspathen reichlich gelblicher Olivin, ausserdem grüner Augit und Magneteisen ausgeschieden ist. Der Augit kommt in den Rapilli in losen rundum ausgebildeten Krystallen vor, welche durch die grade Endfläche (ähnlich wie die Krystalle vom Bufaure und vom Forstberg) ausgezeichnet sind. Manche dieser Krystalle sind in der Richtung der Hauptaxe so stark verkürzt, dass die Krystalle fast als Tafeln erscheinen, in denen die Säulenflächen deutlich, aber klein ausgebildet sind. Die bald compakten, bald porösen Doleritlaven des Vulkans Yriga sind z. Th. ärmer an Olivin, die Feldspäthe erreichen jedoch grössere Dimensionen. An einigen dieser Laven ist die Oberfläche stellenweise geschmolzen, so dass man auf Wirkungen des Blitzes geführt wird. Die etwas schlackigen Laven von der Visita Tambong am See Buhi zeichnen sich durch reichliche und grosse Olivine aus. Rothe Doleritschlacken mit triklinen Feldspäthen und grünen Augiten bilden eine Wand von 250 Fuss unter dem Gipfel des Yriga, den ziemlich frische, compakte, graubraune, an Olivin reiche Dolerite zusammensetzen. Die Blöcke auf dem westlichen höchsten Zacken des Kraterrandes sind grobkörniger und poröser.
Aus denselben Doleriten, meist mit grossen Augiten und kleineren triklinen Feldspäthen bei wechselndem Gehalt an Olivin, bestehen die vielen kleinen etwa 50 Fuss hohen Hügel zwischen Yriga und Buhi. Am Wege zwischen diesen beiden Orten tritt weisser Bimsteintuff auf, welcher sparsam unregelmässig begrenzte, dunkle Glimmerblättchen enthält. Der Feldspath scheint Sanidin zu sein und somit das Gestein dem Trachyt anzugehören. Die Hügel nächst Buhi bestehen aus grobgeschichteten Rapilli, die gegen den Ysarog einfallen, sich also auf ein anderes Eruptionscentrum beziehen. In dem am Ostfuss des Yriga liegenden See von Buhi wird die Felsinsel von einem hellgrauen, porösen, feinkörnigen Gestein gebildet, in dessen überwiegender Grundmasse neben brauner Hornblende grüner Augit, Olivin, Magneteisen und trikliner Feldspath sichtbar ist. Die im grossen Ganzen nach Einer und derselben Richtung langgestreckten Poren des Gesteins, das von den übrigen des Yriga abweicht, sind oft mit dünnen Tafeln triklinen Feldspathes ausgekleidet. Dünnschliffe zeigen die Grundmasse überwiegend aus dem Feldspath zusammengesetzt, daneben Hornblende, Augit, Olivin und Magneteisen.
In Folge des Hornblendegehaltes findet sich im Sande des Strandes des Buhisees Hornblende neben Augit.
Der Bergrücken zwischen Buhi und Tibi d. h. der Abhang des erloschenen Vulkans Malinao oder Buhi besteht aus Dolerit, welcher am Joch frisch, weiter abwärts nach Südwest hin sehr stark durch Schwefelwasserstoff zersetzt auftritt. Sie werden nach Buhi hin von vulkanischen, z. Th. zersetzten Sanden bedeckt. Der frische, nicht sehr feste, hellgraue, etwas poröse, feinkörnige Dolerit zeigt triklinen Feldspath, grünen Augit, etwas Olivin und Magneteisen. In den ziemlich groben vulkanischen Sanden findet sich ausserdem noch braune Hornblende, die in dem Dolerit nicht zu sehen ist. Einzelne Augite des Sandes sind rundum auskrystallisirt. Die durch Schwefelwasserstoff zersetzten Dolerite haben durch das ausgeschiedene Eisenoxyd einen röthlichweissen Schein erhalten. Die Grundmasse und die Feldspathe sind viel stärker angegriffen als die Augite, welche ihre grüne Farbe noch bewahrt haben. Von Olivin ist in ihnen nichts mehr zu sehen.
An der Südwestküste der Provinz sind westlich von Pasacao bei Calbajan die krystallinischen Schiefer wieder beobachtet. Sie treten hier als sehr grobkörnige, nicht schiefrige Gesteine auf, welche aus vorherrschender, schwarzer, sehr schön spaltbarer Hornblende, weisslichgrauem, nicht sehr deutlich spaltbarem, triklinem Feldspath, etwas Magneteisen und Schwefelkies bestehen. Der Feldspath zersetzt sich mit kochender Salzsäure behandelt vollständig, gehört also den basischen an, gelatinirt jedoch nicht.
Neben diesem grobkörnigen Hornblendegneiss kommt feinkörniger, ebenso zusammengesetzter, ebenfalls nicht schiefriger Hornblendegneiss vor. Andere verwitterte Gesteine eben daher, im Niveau der Ebbe und Flut wunderbar zerfressen, bestehen aus dichtem Feldspath mit etwas Quarz; die Spalten sind mit Kalkspath erfüllt. Darauf legt sich ein junges Conglomerat mit Kalkbindemittel, das von zertrümmerten Conchylien herrührt. Man erkennt darin weisse rundliche Quarze, Hornblendeschiefer, Kalkstückchen und einzelne braune Glimmerblättchen.
Oestlich des Höhenzuges, welcher an der Südwestseite der Provinz hinzieht, tritt (N. von Pasacao) am Ufer des Flusses Libmanan zwischen Libmanan und Naga ein gelblichweisses, lockeres Gestein auf. Nach Abschlämmung des reichlichen Thones bleiben gelblichbraune Glimmerblättchen, etwas Magneteisen, sparsam grüner Augit, etwas mehr braune Hornblende und durchsichtige Quarzsplitter zurück. In der Umgebung von Libmanan stehen mürbe, gelblichgraue vulkanische Tuffe an, in denen Hornblende und Feldspath hervortritt. Diese Beschaffenheit weiset auf den Ysarog als Ursprungsort hin.
SW. von Libmanan bietet der aus grauweissem, kleinkrystallinischem Kalkstein bestehende Berg Iamtik viele Tropfsteinhöhlen dar. Die Uferbänke des Flusses Bicol bei Visita Sibucat bestehen aus mürben, gelbbraunen, vulkanischen Tuffen mit Geschieben an Amphibolandesit, unter denen wiederum das eben angeführte mürbe, gelblichgraue Gestein liegt. Es ist hier viel thonreicher als zwischen Naga und Libmanan, der Rückstand nach Abschlämmung des Thones ist daher viel geringer und besteht aus Hornblende, Glimmer, Magneteisen, etwas grünem Augit und Quarzsplittern. Weiter oben stehen am Rio Bicol Thone mit Muschelresten an. Der ziemlich feste, fein poröse, gelbweisse, rundliche Massen von weissem feinkörnigem Kalkspath führende Kalkstein, der am Kalkofen Palsong (zwischen Naga und Batu) gesammelte Kalkstein steht SSW. an und enthält undeutliche Versteinerungen, von denen sich manche mit Wahrscheinlichkeit auf Abdrücke der Korallenzweige der noch im indischen Ocean lebenden Gattung Seriatopora beziehen lassen.
Ein angeblich von Montecillo bei Libon (S. vom See von Batu) herrührender, gelblichgrauer, feinerdiger, bituminöser Kalkstein führt ktenoide Fischschuppen. Er wird auf dem Rio Quinali als Baustein verführt.