Die Frucht von der Grösse einer Pflaume, aber spitzer, enthält eine harte Mandel, deren Kern roh, in Syrup eingemacht, oder kandirt genossen wird, wie Pinienkerne, denen sie im Geschmack sehr ähnlich ist. Die von Pigafetta (S. 55) auf Jomonjol angetroffenen grossen Bäume mit Früchten »etwas kleiner als Mandeln, Pinienkernen ähnlich«, sind wohl Pili gewesen. Aus den Kernen wird ein Oel gepresst, dem aus süssen Mandeln vergleichbar. Aus Einschnitten des Stammes erhält man reichlich ein weiches, angenehm riechendes, weisses Harz, das unter dem Namen Piliharz, oder Brea blanca, im Lande zum Kalfatern der Schiffe, mit Reishülsen durchknetet zu Fackeln verwendet wird. Auch als Pflaster steht es bei Rheumatischen in gutem Ruf. Seit etwa zwanzig Jahren kommt es nach Europa. Die ersten Sendungen brachten grossen Gewinn, da das in seiner Heimath sehr billige Produkt bei uns als ein neues beliebtes Elemiharz Stellung nahm. [↑]
[8] Der allgemeine Name war aber Cacahoa-atl (Cacao-Wasser), Chocolatl bezeichnete eine besondere Sorte. F. Hernandez (opera omnia II, 155, vergl. auch E. Nierembergius Cap. XV.) kannte bei den Azteken vier Cacaoarten, (eine fünfte Pflanze, die er nennt, lieferte wohl nur ein Surrogat) und beschreibt vier Sorten daraus bereiteter Tränke, deren dritte Chocolatl hies, und angeblich auf folgende Weise bereitet wurde: Gleiche Maasstheile von Fruchtkernen des Baumes Pochotl (Bombax ceiba) und cacahoatl (Cacao) wurden fein gerieben, in einem irdenen Gefäss erhitzt, das oben sich ansammelnde Fett abgesondert. Zum Rückstand setzte man gequollenen zermalmten Mais, und bereitete daraus einen Trank, der warm genossen wurde, nachdem das vorher abgesonderte Fett wieder beigemischt worden. [↑]
[9] M. Wagner, Centr. Amer. 146. [↑]
[11] Näheres bei Mitscherlich und F. Engel. [↑]
[12] Berthold Seemann (Nicaragua pg. Ausland 16.7.67) berichtet von einem Baum mit fingerförmigen Blättern und kleinen runden Kernen, die zuweilen von Indianern zum Verkauf angeboten werden. Man macht Chocolade daraus, die an Wohlgeschmack die gewöhnliche aus Cacao bereitete übertrifft. Der Baum wird gewiss mit der Zeit von Europäern in grosser Menge angepflanzt werden. [↑]
[13] Remarks on the Philippine Islands, Calcutta 1828. [↑]
[15] Bericht des franz. Konsuls v. 1866. [↑]
[16] Mysore und Mokka erzielen die höchsten Preise: ersterer 80 bis 90 Sch., Mocca, wenn 5 bis 6 Jahr alt, bis 120 Schilling. [↑]