[25] Die Art der Gewinnung ist in Johnston's vortrefflichem Buch „Chemistry of common life” nach Dr. Eatwell ausführlich beschrieben und mit Abbildungen versehen, ohne Abbildungen auch in v. Bibra: „Die narkotischen Genussmittel.” ...
[26] Das Verfahren ist ausführlich beschrieben von Dr. Little, Journ. Ind. Arch. II, eine Uebersetzung davon giebt v. Bibra.
[27] 762,5 bis 915 Ds. per Kiste von 140 Katti; 61/2 bis 8 Thlr. per Zollpfund.
[28] Im Budget Estimate 1864/65 war die Einnahme für Opium auf 8,200,000 £, die Ausgabe auf 2,254,161 £ veranschlagt; man hatte also bei diesem Geschäft einen Reingewinn von 5,945,839 £ (über 40 Millionen Thaler) erwartet. Der wirkliche Gewinn war: 1861/62 4,909,804 £, 1862/63 6,199,198 £, 1863/64 4,525,506 £.
[29] „Die Möglichkeit einer chronischen Opiumvergiftung ist eine über allem Zweifel erhabene Thatsache. Hammer bezeichnet die Liebhaber des Opiums als wankend und schwankend, blass, abgezehrt, mit gestrecktem Halse, entscharrten Leichnamen ähnlich ... Oppenheim: Die Thätigkeit der Verdauungsorgane liegt ganz darnieder, die Stuhlentleerung anfangs ungemein träge, oft in Intervallen von 8–14 Tagen erfolgend; später macht sie der Diarrhoe und Dysenterie Platz. Die körperlichen und geistigen Kräfte und Fähigkeiten gehen einem raschen Verfall entgegen. Schwindel, Kopfschmerz, Neuralgien, Zittern der Gliedmaassen, Schlaflosigkeit, manchmal eine Art Delirium tremens, Blödsinn, allgemeine Paralyse, Impotenz, auch Blasen- und Nierenleiden stellen sich ein, und einem allmälig sich entwickelnden Leiden der Lunge und des Herzens erliegen die Opiumesser früher oder später.” (Husemann, Toxicologie S. 609.)
[30] Dieselben Listen ergeben folgende interessante Thatsachen. Das Opium kommt fast ausschliesslich aus der Türkei, aus Britisch-Indien nichts. Das meiste geht nach den Vereinigten Staaten und Holland. Von 110,101 ℔, die 1863 exportirt wurden, gingen 40,641 nach den Vereinigten Staaten, 28,869 ℔ nach Holland, das Transit-Opium, 104,756 ℔, nahmen diese beiden Länder ausschliesslich, Vereinigte Staaten 93,316 und Holland 11,440 ℔. (Das nach Holland verschiffte Opium geht nach Java.)
[31] Dr. Thudichum giebt folgenden interessanten Aufschluss über die in einer Landstadt von Lincolnshire jährlich verkaufte Menge Opium: „Sieben Drogisten in der Stadt Spalding verkaufen 27 Stein 31/2 Pfund Opium (= 436 Zollpfund) zum Theil in der Form von Laudanum. Die Stadt nebst dem von den Drogisten versehenen Gebiet hat 21,000 Einwohner. Dies ergiebt einen Opiumverbrauch von 127 Gran per Kopf und Jahr. Eine geringe Menge des Opiums wird für die Schafe während des Lämmerns verwendet. Rechnet man 27 Gran von je 127 Gran zur Deckung dieses Bedarfs, was wahrscheinlich eine übertriebene Annahme ist, so ergiebt sich das erschreckende Verhältniss, dass der Opiumverbrauch im Gebiet von Spalding ungefähr 100 Gran jährlich für jedes Individuum der Bevölkerung beträgt. Opium wird von den Erwachsenen gegessen und den Kindern eingegeben. Die Sterblichkeit der Kinder beträgt in diesem Distrikt 21,845, während sie in ganz England 17,731 von 100,000 Lebenden betrug. Die Bevölkerung war in den letzten 10 Jahren im Abnehmen. Obige Menge Opium enthält nicht die von Aerzten verwendete Menge. Die Daten über die in Spalding verkauften Quantitäten Opium sind von Dr. Morris aus Spalding gesammelt und mir mitgetheilt worden.”
[32] An einer andern Stelle behauptet de Quincey sogar, 12,000 Tropfen täglich genommen zu haben. Das wäre mehr als ein und ein Zehntel Zollpfund! — Nach dem Formulaire d. P. rechnet man das Gewicht von 20 Tropfen Laudanum, 75 bis 110 cgr., nimmt man als Mittel 92,5 cgr., so erhält man 555 Gramm!
[33] Das letzte Straits' Blaubuch weist für das Jahr 1864/65 abermals eine bedeutende Zunahme des Handels von Singapore nach, dessen Werth jetzt auf 13,000,000 £ veranschlagt werden kann. Die Einfuhr ist auf 66,182,177 Rupien (= 44,121,450 Thaler), die Ausfuhr auf 66,339,578 Rupien (= 44,226,385 Thaler) geschätzt worden, ein Fortschritt gegen 1863/64 von 2,712,123 Rup. bei der Einfuhr, und von 12,363,140 bei der Ausfuhr. Die Anzahl der in Singapore eingelaufenen grossen Schiffe (square rigged vessels) betrug 1864/65: 1697 von 780,794 Tonnengehalt, 250 Schiffe und 152,226 Tonnen mehr als 1863/64. Die Zahl der von Singapore 1864/65 ausgelaufenen grossen Schiffe betrug 1629 von 576,527 Tonnengehalt, 116 Schiffe und 16,453 Tonnen mehr als 1863/64. Die Zahl der die Häfen von Singapore, Pinang und Malacca besuchenden britischen Schiffe hat kaum zugenommen gegen das vorige Jahr; aber die Zahl der unter Hamburger und Bremer Flagge fahrenden hat sich mehr als verdoppelt ... „Es ist bemerkenswerth, dass ein Achtel der angekommenen und ein Neuntel der ausgelaufenen Schiffe unter deutschen Flaggen fuhren.” (Wenn die in den Listen enthaltenen Zahlen richtig abgedruckt sind, so berechnet sich die Anzahl der eingelaufenen deutschen Schiffe fast auf 1/6 der Gesammtzahl, nämlich 271 von 1697, und wenn man 17 östreichische Schiffe nicht mitrechnet, auf 1/63/4 ... Ebenso berechnet sich die Zahl der ausgelaufenen auf 1/71/2, und wenn man 10 östreichische nicht mitrechnet, auf 1/8 der Gesammtzahl, nämlich 216 resp. 206 von 1629 ... Unter britischer Flagge liefen 860 ein, 873 aus.)
[34] Eine schmale Meerenge trennt Rhiow vom eigentlichen Bintang.