Zwischen jedem Verse strich er den Baß, verdrehte dabei die Augen und ließ zuweilen die Stimme überschnappen – und das Volk um ihn wollte sich ausschütten vor Lachen.
„Vater, nu mach doch man!“ flüsterte Dörthe Klempt zu, der ruhig in einem Winkel saß und seine Pfeife schmauchte. „Jetzt paßt’s gerade!“
Klempt schaute nach Möller aus. Der hatte sich ermüdet hinter dem Schanktische niedergelassen. Neben ihm hatten Fritz und die Alte auf zwei Schemeln Platz genommen; man sprach davon, daß Albert noch immer nicht da sei.
Klempt erhob sich, öffnete die Klappe seines Pfeifenkopfes und drückte mit dem Daumen den Tabak fester. Dann schritt er langsam nach dem Schanktisch.
„Es wird noch ’n Wetter geben, Möller,“ begann er die Unterhaltung.
„’s soll mir recht sein,“ entgegnete der Angeredete; „ich hab’ alles ’reingebracht.“
Klempt spuckte auf die Erde und zündete aus Verlegenheit ein Streichholz an, obwohl seine Pfeife noch brannte. „Viel Arbeit heute,“ meinte er; „’s ist gut, daß sich die Dörthe freimachen konnte ...“ Und einen plötzlichen Entschluß fassend fügte er hinzu: „Habt ihr denn schon überlegt, wann das Aufgebot sein soll?“
Die Alte schaute Klempt mit ihren dunkeln Augen böse an, und Möller tat sehr erstaunt.
„Was denn für ein Aufgebot?“
„Na, zur Hochzeit,“ erwiderte Klempt, schon wieder etwas kleinlaut.