Nun bat sie ihn, ihren Arm zu nehmen. So flogen sie von neuem über das Eis.
„Geht es besser?“ fragte Hedda.
„Ja – danke; ich fühle mich sogar außerordentlich wohl.“
Das Rot ihrer Wangen verdunkelte sich.
„Treiben Sie viel Sport?“ fuhr sie fragend fort, mit Absicht das Thema wechselnd. „Man findet das sonst nicht häufig bei Gelehrten – die Herren pflegen nur ungern ihren Arbeitstisch zu verlassen.“
„Das ist bei mir allerdings auch der Fall,“ entgegnete er; „aber ich begann vor zwei Jahren, wie ich glaube, infolge von Überarbeitung, zu kränkeln, und da raffte ich mich denn mit einem energischen Entschlusse zu einer zweckmäßigeren Tageseinteilung auf. Das wurde mir anfänglich schwer; sportliche Neigungen sind im Grunde genommen eine aristokratische Domäne; sie liegen im Blut. Aber heute möchte ich sie nicht mehr entbehren; ich behaupte, daß sie auch den Geist reger und frischer erhalten.“
„Reiten Sie auch?“
„Ja – aber speziell zum Reiten komme ich weniger. Sie sind natürlich eine begeisterte Amazone, Baronesse?“
„Ich kann es nicht leugnen. Es ist mir schwer geworden, mein Reitpferd aufgeben zu müssen. Aber ich habe mich über so viel getröstet, daß mir auch das keinen Kummer mehr macht.“
Sie kreisten in schwingenden Kurven nach dem Ufer zurück.