„Entschuldigt,“ sagte er, „aber ich möchte ein paar Worte allein mit euch sprechen!“
Der Kommerzienrat zog die nach dem Gebäck ausgestreckte Hand wieder zurück, und auch die Rätin schaute erstaunt auf.
„Ja,“ meinte Schellheim, „was gibt’s denn? Hoffentlich nichts Fatales!“
„Nein, Papa,“ erwiderte Gunther, „ich will nur euern Rat hören. Es handelt sich um eine Lebensfrage für mich, um meine Zukunft ...“
Das Mutterauge sieht immer scharf. Die Rätin reckte den schmächtigen Oberkörper, und mit forschendem und sorgendem Ausdruck ruhte ihr Blick auf dem Sprechenden.
„Eine Ehrensache?“ fragte Schellheim ängstlich.
„Ich glaube eher – eine Herzenssache,“ fügte seine Frau hinzu.
Gunther nickte. „Ja, Mutter, so ist’s. Ich – ich habe noch nie an das Heiraten gedacht, ihr wißt’s ja selbst, und gelacht, wenn mir der und jener mit Plänen und Anerbietungen kam. Ich hasse den Eheschacher. Ich möchte frei wählen können –“
„Mach’s kurz,“ fiel der Vater ein; „wer ist’s?“
„Fräulein von Hellstern, Papa.“