„Und das häßlichste.“

„Nein, den Ruhm nehme ich in Anspruch. Es genügt auch, daß Sie das klügste sind. Sie müssen nicht alles haben wollen. Überdies hat er die Schönheit für Sie mit.“

„Finden Sie ihn schön?“

„Doktorsche, machen Sie um Gottes willen keine Mördergrube aus Ihrem verlangenden Herzen. Na, wie ich über die Mannsleute im allgemeinen denke, wissen Sie ja. Aber wenn Ihr Direktor vor vierzig Jahren zu mir gekommen wäre mit ’ner Anfrage, ich hätte ‚ja‘ geschrien. Damit er sich nur nicht verhörte.“

„Vor vierzig Jahren lebte er aber noch nicht.“

„Das weiß ich, Sie greuliches Geschöpf. Leider. Na, wann geht’s also los? Beichten Sie mal.“

„Fräulein Tingleff, ich darf mir gestatten, Sie eine Kneifzange zu nennen. Das ist ungehörig, ich weiß es. Aber auf das ‚greuliche Mädchen‘ muß ich diesen groben Keil setzen.“

„So gefallen Sie mir. Nur immer von der Leber weg.“

„Schön. Aber nun auch Themawechsel, Fräulein Tingleff. Und ein für allemal: Ich schätze Herrn Sörensen sehr... aber etwas anderes wird nie geschehen, hören Sie? Nie.“

„Wenn Sie dies Gesicht aufsetzen, dann glaub ich Ihnen. ‚Hochschätzen‘, hm! Na, ich wäre jedenfalls mit Hochschätzung nicht ausgekommen. Aber Ihr neuen Frauenzimmer seid ja anders. Bei euch kommt zuerst der Beruf und die Liebe irgendwann oder auch gar nicht.“