„Soll gern geschehen,“ raunte er hastig. Viele Fragen kreuzten sich in seinem Hirn, aber ehe er nur eine einzige aussprechen konnte, hörte man die Gesellschaft näherkommen und Sörensens hallende Stimme: „Kollege Kahl, können wir kegeln?“
Die Frau nahm hastig das Tuch über Kopf und Schultern und durchschritt den Garten. Erne Sörensen gewahrte sie, stutzte einen Augenblick und verfärbte sich. Eine Weile sah er ihr nach und schüttelte dann langsam den Kopf.
„Meine Herrschaften,“ rief Kahl, „dieser hintere, dunkle Teil des Gartens ist der sogenannte Bannwald der sieben Steingräber. Es spukt darin. Ich selbst habe eben einen Geist gesehen und wenn mich nicht alles täuscht, auch unser verehrter Herr Direktor.“
Er lachte meckernd und scheinbar ganz unbefangen, und die Gesellschaft rief und scherzte durcheinander und bat um Aufklärung.
Fräulein Doktor sah in das ruhige, nur seltsam blasse Antlitz des Direktors, und etwas wie bange Sorge schlich in ihr Herz. „Was hat nur der Kahl?“ raunte sie Hansohm zu.
„Der?“ lachte er leichtherzig. „Ein paar heimliche Seidel mit den dazugehörenden Kognaks hat er hinter die Binde gegossen. Erst wenn dieser Mann genügend Alkohol hat, wird er gemütlich.“
Man bildete Parteien und kegelte.
Ein scharfer Eifer wurde rege, die Damen nahmen es mit den besten Keglern auf. Fräulein Doktor in einem unbewußten, innern Grimm zielte scharf, und ihre Kugeln prasselten zweimal nacheinander alle Neune herunter.
Der Kegeljunge verkündete es mit gellender Stimme.
„Ich würde nicht so triumphieren,“ flüsterte Kahl ihr im Vorbeigehen zu, „Glück im Spiel, Sie wissen...“