Es war alles rasch erledigt.

Als der Direktor sein Zimmer betrat, fiel sein Blick auf den Schulwart Harks. Der stand mitten in der Stube und hatte die Hände vor das Gesicht geschlagen und dann und wann tönte ein Stöhnen und Ächzen aus seiner Brust.

„Herr Harks, Sie hier?“ fragte Sörensen und klopfte ihm auf die Schulter. „Armer Kerl! Beruhigen Sie sich doch...“

„Mein guter Name!“ ächzte Harks.

„Ihr guter Name? Der ist bei allen verständigen Leuten ebenso rein wie vorher. Ich habe Ihre Nichte nach Hause geschickt. Arme Eltern. — sie tun mir leid.“

„Herr Direktor, o Herr Direktor,“ stammelte Harks. „Sie, Sie — glauben nicht? Wie Herr Oberlehrer Kahl? Sie, Sie halten mich nicht... o Herr Direktor...“

Der Mann war außer sich. Die Tränen liefen ihm in den Bart, er haschte nach Sörensens Hand und küßte sie unbehilflich.

„Nicht doch, Harks. Was tun Sie da?“ wehrte der Direktor, „ich habe nicht einen Augenblick an Ihnen gezweifelt.“

„Herr Direktor! Ach, Herr Direktor! Darf ich gleich zu meiner Frau gehen? Die ist mir nur so zusammengebrochen, als die Kinder die gestohlenen Sachen aus unserer Kammer holten...“

„Ja, — gehen Sie, Harks.“