Da lachtest du, Erne Sörensen und sprachst zum zweitenmal: „Großvaterli hat recht, wie immer.“
Die Stille war vorbei und ein jauchzender Jubel brach los.
Klaus Hansohm machte ein betrübtes Gesicht.
„Schreien Sie doch nicht so unmusikalisch“, rief er kläglich. „Da, sehen Sie, dort — Johann Sebastian Bach ist entsetzt ausgerissen, eben biegt er um die Waldecke.“
Unser Ziel war wieder das Forsthaus. Die ganze Stätte atmet Behagen. Frau Försterin hatte Kuchen gebacken, als ob anstatt zwölf junger Mädels eine Kompagnie Soldaten erwartet werde. —
Sörine Heidekamp schritt neben mir her. Wir sprachen von Agnes Asmus.
„Ich hätte Ihnen so gern die Freundin verschafft,“ sagte ich, „ich wollte unsern Ausflug verschieben, bis Agnes wieder gesund sei, aber Herr Lehrer Asmus meinte, das könne lange dauern.“
„Agnes wird immer krank sein, wenn wir etwas Frohes für sie haben,“ sagte Sörine hart, und ihr sonniges Gesichtchen verfinsterte sich. „Vielleicht wäre es besser, wenn sie mich nicht lieb hätte“, setzte sie weise hinzu.
„Kind, was reden Sie da“, warf ich hin. „Sie bedeuten ja alles für die arme Agnes. Und wenn sie in einem Gefängnis säße, würde eure schöne Freundschaft ihr Licht und Trost geben.“
„Sie sitzt ja in einem Gefängnis“, murrte Sörine. „Und das hat noch eine hohe Mauer, das ist die schreckliche Galgenstraße.“