So jungen Geschöpfen gibt nur die rasche, gute Tat einen Trost.

Jugend verläßt sich noch auf Menschen und erwartet alles Heil vom Willen eines starken Einzelnen.

Aber damit hat sie nur bedingt recht.

Mit meinem starken, guten Willen will ich mich wohl wieder und wieder an die Eltern Asmus wenden, aber dann muß der das Beste tun, der die Herzen der Menschen lenkt wie Wasserbäche. —

Eine Nachschrift füge ich an, wie es Schulbuben und Backfische tun:

Ich möchte mit vollen Händen und jungem Herzen meiner Schülerin Sörine alles das geben, was sie sich wünscht. — — — — —

Hansohm und Fräulein Doktor hatten sich am Birktor von allen Teilnehmern verabschiedet. Aus zwei großen Wagen entlud sich die erste Klasse und ihre Begleiter. Die Augen des Jungvolks glänzten, und über die Gesichter der Erwachsenen hatte sich jene Behaglichkeit gebreitet, die der lange Aufenthalt in Heideluft und Sonne zeitigt. Dazu kam die wunderbar geruhliche Heimfahrt in den bequemen Wagen mit den prächtigen Pferden, die noch etliche Stücken Zucker von dankbaren Händen in Empfang nehmen mußten.

Dann wurden den Kutschern noch ungezählte Grüße für ihre Herrschaft aufgetragen, und der alte Friedrich und der junge Johann schmunzelten und salutierten mit den Peitschen. —

Und der alte Friedrich dachte noch beim Heimfahren, wie gut es doch sei, daß der große, blonde Goliath nach Birkholz gekommen, und nun all das junge Leben auch nach Heidekamp bringe. Was hatte er doch für Sorge gehabt, das Freifräulein Sörine, die Enkelin seines vergötterten alten Herrn, könne „pütcherich“ unter dem vielen Altertum daheim werden. Gottlob, die Gefahr war vorüber. Wer so lachen konnte und so frei von der Leber weg sprechen, wie der Herr Schuldirektor, der war ein rechter Jugendleiter nach Gottes Herzen. — Der alte Friedrich kutschierte in sehr gehobener Stimmung nach Heidekamp und teilte, wie es seine Gewohnheit war, seine Befriedigung brummend in längerem Gespräch dem Handpferd Isabelle mit. —

„Kollege Hansohm“, sagte Fräulein Doktor, „wenn Sie beabsichtigen, mir hier gute Nacht zu sagen und mich nach diesem wunderlich-lieben Tag allein zu lassen, so finde ich das roh.....“