Als er mich nach einigen Stunden verließ, lagen seine Sorgen auf meinem Sessel und ich hatte mich verpflichtet, täglich mit ihm etwas zu arbeiten.
Seine Liebe und sein Drama sargte er vorläufig ein. Aber ehe er sie begrub, steckte er sich strahlend eine gute Zigarre von mir an. —
**
*
Als Sörensen am nächsten Tage in der Abenddämmerung von dem Besuche heimkehrte, den er seinem Freunde Hansohm abgestattet, nahm ihn Frau Dietz geheimnisvoll beiseite.
„Es ist eine Dame drinnen“, sagte sie mit allen Zeichen der Unzufriedenheit.
„Zu dieser Zeit?“ fragte Sörensen erstaunt.
„Ja, das sagte ich auch, aber sie ließ sich nicht abweisen. Sie hat einen dichten Schleier um und spricht nicht viel.“
„Es wird eine ‚Mutter‘ sein“, meinte Sörensen lächelnd.
„Nein“, erklärte Frau Dietz bestimmt. „Als ob ich nicht Mütter von Damens unterscheiden könnte! Die Mütter tun immer, als wenn sie hier zu Hause wären, und Harks sagt, in der Schule wär’s noch viel schlimmer. Und sie reden und reden so, als wäre der Herr Sörensen nur als Extradirektor für die eine Tochter da, um derentwillen sie kommen..... Aber die Dame drinnen redet nicht, sie sitzt noch so auf demselben Fleck, wie sie vor ’ner halben Stunde saß. Ich hab durchs Schlüsselloch geguckt .....“