Dann hatte ich plötzlich den Mammon binnen fünf Minuten beisammen. Schulgeld und Seminarkosten. Und Fräulein Tingleff sagte: „Nur nicht danken. Es geschieht mir selbst der größte Gefallen. Wo irgend ich die Stadtväter ärgern kann, da tue ich’s.“ So soll sie nun morgen früh für ihr ungutes, ränkevolles Herz den schönsten Strauß haben, den die Heide mir bot.

Du meine rote Heide! Grenzenlos ist deine Schönheit, die leuchtende, grenzenlos deine Macht, die siegende, grenzenlos deine Stille, die träumende, grenzenlos wie meine Liebe, die sehnende, zu dir, du meine rote Heide.....

Dann sprang ich auf und besann mich.....

Und wanderte, wanderte, — bis ich mich in Heidekamp wiederfand.

Dort kam ich recht in einen großen Kreis hinein, wollte am liebsten gleich wieder umkehren.

Das war nicht mein stilles Heidekamp, das ich suchte. Wenngleich die Menschen dort mit ihren großen, guten Herzen immer dieselben bleiben. — Man ließ mich auch nicht fort.

Aber ich war doch mit einmal der „Herr Direktor Sörensen“, der mit Grauchen und dem alten Heidekamper und noch etlichen älteren Gutsnachbarn zusammen saß und der Jugend zuschaute, die allerhand Spiele unternahm.

Dann und wann drang das klingende Lachen der jungen Sörine zu uns herauf. Im weißen Kleide, einen Heidestrauß im Gürtel, gaukelte sie umher recht wie ein Sommerfalter.

Einmal kam sie vorsichtig auftretend mit gespreizten Armen und Händen zu uns auf die Terrasse.